Vor dem bilateralen Treffen sitzen Erdoğan, Orban, Paschinjan und Aliyev an einem Tisch. Foto: TCCB

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan schaut nach einem Treffen mit dem armenischen Premier Nikol Paschinjan zuversichtlich auf die Beziehungen ihrer Länder.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass wir unser Ziel der vollständigen Normalisierung auf der Grundlage gutnachbarlicher Beziehungen in unserer Region erreichen können“, sagte Erdoğan am Donnerstagabend am Rande des Treffens der sogenannten Europäischen Politischen Gemeinschaft in Prag.

Die beiden Länder bemühen sich seit Ende vergangenen Jahres, ihre lange ruhenden diplomatischen Kontakte wieder aufzunehmen. Bereits im Sommer hatten die beiden Politiker miteinander telefoniert.

Gemeinsames Foto mit Aliyev und Paschinjan

Das Verhältnis zwischen den Nachbarstaaten war lange Zeit belastet – unter anderem durch den Genozid an den Armeniern im Ersten Weltkrieg oder den Konflikt um die zwischen Armenien und Aserbaidschan umstrittene Region Berg-Karabach. Die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken streiten um die Kontrolle über das Gebiet.

Im Jahr 2020 flammten die Kämpfe wieder auf – die Türkei unterstützt dabei Aserbaidschan. Zuvor war es auf dem Gipfel zu einer vielbeachteten Gesprächsrunde mit mehreren Staats- und Regierungschefs gekommen, an der neben Erdoğan und Paschinjan auch der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev teilgenommen hatte.

dpa/dtj