Wie reagiert das Regime auf die Aktion? Foto: pixabay

Die iranische Atomenergie-Organisation (AEOI) hat am Sonntag Medienberichte über einen Hackerangriff auf das Atomkraftwerk Buschehr bestätigt.

Den Hackern sei es gelungen, freien Zugang zum E-Mail-Verkehr zu erlangen. Die Atombehörde gab laut Nachrichtenagentur Isna an, dass die Hacker keine geheimen Dokumente erbeutet hätten. Für den Angriff macht die Behörde ein „bestimmtes Land“ verantwortlich, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Hinter dem Hackerangriff soll Berichten zufolge die iranische Gruppe „Black Reward“ stecken. Diese fordert für die gehackten Informationen, unter anderem auch über Russlands Rolle im AKW Buschehr, die Freilassung von Menschen, die bei den systemkritischen Protesten in den vergangenen fünf Wochen inhaftiert worden sind. In Berlin kam es am Samstag zu einer riesigen Solidaritäts-Demo mit rund 80.000 Teilnehmenden, die sich ebenfalls für die Freilassung von inhaftierten Menschen stark machten.

Das AKW Buschehr in der gleichnamigen Hafenstadt am Persischen Golf ist ein gemeinsames Projekt des Irans und Russlands. Es soll zivilen Zwecken dienen und ist offiziellen Angaben zufolge hauptsächlich zur Energiegewinnung und -versorgung der beiden südlichen Provinzen Buschehr und Fars gedacht.

Für frühere Hackerangriffe auf Einrichtungen im Land machte der Iran seine Erzfeinde Israel und USA verantwortlich.

dpa/dtj