73 Länder schickten 310 Boxerinnen nach Istanbul. Foto: International Boxing Association

Die Box-Weltmeisterschaft der Frauen startete mit der Eröffnungszeremonie in Istanbul. In den nächsten zwei Wochen werden dort die weltbesten Boxerinnen antreten.

An der WM nehmen 310 Boxerinnen aus 73 Ländern teil. Russland und Belarus sind wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine ausgeschlossen. Wie bei der jüngsten Männer-WM gibt es auch bei den Frauen erstmals Preisgelder. Die Turniersiegerinnen in den zwölf Gewichtklassen erhalten jeweils 100.000 Dollar, die Zweitplatzierten 50.000 und die beiden Dritten pro Limit jeweils 25.000 Dollar.

Die Türkei lässt Busenaz Sürmeneli, die im vergangenen Sommer bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio die Goldmedaille in der 69-kg-Kategorie gewann, in der 66-kg-Kategorie in den Ring steigen, um ihren Weltmeistertitel von 2019 zu verteidigen.

Sieben deutsche Boxerinnen dabei

Mit einer neu formierten Nationalstaffel tritt auch der Deutsche Boxsport-Verband in Istanbul an. Erste Boxerin ist am Montag Leonie Müller vom Bundesstützpunkt Heidelberg. Die 22-Jährige kämpft zum Auftakt in der Klasse bis 70 Kilogramm gegen die US-Amerikanerin Morelle McCane.

„Wir haben aus dem Nachwuchs sechs WM-Debütantinnen dabei“, sagte Mannschaftsleiter Martin Volke. Die deutschen Farben vertreten sieben Frauen. Die hoffnungsvollsten Teilnehmerinnen sind neben Müller die zweimalige U22-Europameisterin Stefanie von Berge aus Köln (bis 66 kg) und die erfahrene Heidelbergerin Irina Schönberger (bis 75 kg), die nach ihrer Baby-Pause wieder an ihre Top-Leistungen anknüpfen will.

dpa/dtj