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Erst Fener, jetzt Trabzon: Türkische Teams steigen ab

  • August 15, 2024
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Erst Fener, jetzt Trabzon: Türkische Teams steigen ab

Başakşehir hat sich in der Qualifikation zur UEFA Conference League souverän durchgesetzt und steht nun in den Play-offs. Fenerbahçe und Trabzonspor hingegen enttäuschten ihre Fans und müssen mit weniger lukrativen Wettbewerben Vorlieb nehmen.

Der Qualifikationsmarathon im europäischen Fußball geht ungebremst weiter. Mit dabei sind auch drei Teams aus der Türkei. Fenerbahçe und Trabzonspor mussten bittere Rückschläge einstecken, während Başakşehir mit einem Sieg überzeugte und nun nur noch einen Schritt von der Gruppenphase der UEFA Conference League  entfernt ist.

Fenerbahçe liebt das Drama

Fenerbahçe, das seit dieser Saison von Startrainer Jose Mourinho gecoacht wird, trat am Dienstag im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League gegen den französischen Klub OSC Lille an. Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel in Frankreich war das Team vor heimischer auf einen Sieg angewiesen.

Trotz teils klarer Möglichkeiten fiel das erlösende Tor für Fener erst in der Nachspielzeit der regulären 90 Minuten, und dafür brauchte es die tatkräftige Unterstützung eines gegnerischen Spielers. Dem Lille-Akteur Diakite unterlief ein Eigentor (90+1.), sodass das Gesamtergebnis wieder ausgeglichen war. In der Verlängerung drängten die Gastgeber auf das 2:0. Als Lille-Verteidiger Aissa Mandi in der 109. Minute die Rote Karte sah, schien es nur noch eine Frage von Minuten zu sein, bis das Mourinho-Team den erlösenden zweiten Treffer erzielt. Doch es kam alles anders: OSC erhielt einen strittigen Handelfmeter zugesprochen, den Jonathan David in der 118. Minute verwandelte und damit das Königsklassen-Aus für Fenerbahçe besiegelte. Der türkische Vizemeister wird in dieser Spielzeit nun in der UEFA Europa League antreten.

Zur neuen Saison wurde das Format des Wettbewerbs komplett verändert. Statt der bisherigen 32 wird es nun 36 Mannschaften geben. Die Gruppenphase entfällt und wird durch ein Ligaformat ersetzt. In dieser neuen Struktur treten die Teams in der ersten Phase in acht Spielen gegeneinander an. Nach diesen acht Spielen qualifizieren sich die besten acht Teams direkt für das Achtelfinale. Die Mannschaften, die sich auf den Plätzen neun bis 24 einordnen, müssen Play-off-Spiele bestreiten, um sich ebenfalls für das Achtelfinale zu qualifizieren.

Trabzon enttäuscht gegen Rapid

In der Qualifikation zur Europa League stand Trabzonspor nach einer 0:1-Heimniederlage im Hinspiel gegen Rapid Wien unter Druck. Das Team von Trainer Abdullah Avcı konnte in der ersten Halbzeit keinen Treffer erzielen. In der zweiten Hälfte brachte Matthias Seidl die österreichischen Gastgeber in der 78. Minute in Führung, Christoph Lang erhöhte in der 87. Minute auf 2:0. Trabzon-Akteur Pedro Malheiro sah in der 85. Minute zudem Rot. Der Schwarzmeer-Klub wird nun sein Glück in den Play-offs der UEFA Conference League versuchen, dort heißt der Gegner in den kommenden beiden Wochen FC St. Gallen aus der Schweiz.

Başakşehir ohne Probleme gegen Tiflis

Başakşehir gelang in dieser Woche der einzige Sieg unter den türkischen Vertretern. Die Istanbuler setzten sich in der Qualifikation zur UEFA Conference League durch und zogen in die finale nächste Runde ein. Im Rückspiel der dritten Runde ging es darum, den Hinspiel-Erfolg gegen Iberia Tiflis aus Georgien (1:0) zu veredeln. Das gelang dank eines ungefährdeten 2:0-Sieges. Krzysztof Piontek brachte Başakşehir in der 49. Minute in Führung. Dimitrios Pelkas erhöhte in der 61. Minute per Freistoß auf 2:0. Der Meister von 2020 trifft nun auf den irischen Klub St. Patrick’s Athletic. Die Play-off-Begegnungen finden am 22. und 29. August statt.

Machen es Galatasaray und Beşiktaş besser?

Kommende Woche werden dann auch die beiden Istanbuler Klubs Galatasaray und Beşiktaş versuchen, sich für die Champions bzw. Europa League zu qualifizieren. Gala wird es in den Play-offs zur Königsklasse mit Young Boys Bern aus der Schweiz zu tun haben, Beşiktaş misst sich mit FC Lugano (ebenfalls Schweiz). Damit wird es zu insgesamt drei türkisch-schweizerischen Duelle ums Weiterkommen im europäischen Wettbewerb kommen.

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