Rund 40 Migranten saßen mehr als eine Woche lang auf einer Insel im Meriç fest. Erst nach mehrtägiger Berichterstattung und Thematisierung nahm Griechenland die Menschen auf. Foto: privat

Nach mehr als einer Woche auf einer Insel im Grenzfluss Meriç sind mehrere Menschen von griechischen Behörden nun aufs Festland gebracht worden.

Die griechische Polizei hat am Montag rund 40 Migranten aufgegriffen, die vergangene Woche den griechisch-türkischen Grenzfluss Meriç (griechisch: Evros) überquert und es fast nach Griechenland und damit in die EU geschafft hatten. Dies teilte die griechische Polizei am Montag mit. Es handelt sich um die gleiche Gruppe von Migranten, die mehr als eine Woche lang auf einer kleinen Insel des Flusses ausharrte.

Die griechischen Behörden erklärten, dass die Insel eigentlich zur Türkei gehöre und sie deswegen nicht zuständig gewesen seien. Die türkischen Behörden seien zweimal informiert worden, hätten aber nicht reagiert, wie es aus griechischen Regierungskreisen am Montag hieß. Daraufhin habe man keine andere Wahl gehabt, als die Menschen von der unbewohnten Insel zu holen.

Tausende Menschen flüchten über die Türkei

Die Menschen stammten nach eigenen Angaben aus Syrien. Sie befürchteten, dass die türkischen Behörden sie zurück in ihre Heimat schicken, sollten sie in Griechenland und damit in der EU keine Aufnahme finden, hieß es in einem Bericht des griechischen Nachrichtenportals efsys.gr.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks sind seit Jahresbeginn bis zum 7. August 3225 Menschen aus der Türkei auf dem Landweg nach Griechenland geflüchtet.

dpa/dtj