Symbolfoto: Eine Gruppe von Menschen, bei denen es sich vermutlich um Migranten handelt, sitzt in einem kleinen Boot. Foto: Gareth Fuller/PA Wire/dpa

Die griechische Küstenwache hat am Montag Hunderte Migranten daran gehindert, aus der Türkei zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis überzusetzen. 

Wie der staatliche griechische Rundfunk und andere Nachrichtenportale weiter berichteten, wurden insgesamt fünf große Segelboote vor den Inseln Samos und Chios gestoppt, als sie die Seegrenzen zwischen der türkischen Ägäis-Küste und diesen zur EU gehörenden Eilanden erreichten. An Bord seien rund 450 Migranten gewesen, schätzte ein Offizier der griechischen Küstenwache die Zahl im griechischen Rundfunk.

Griechenland hat die Kontrollen entlang der Meerengen zwischen den griechischen Inseln und der Türkei in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt. Nur wenn ein Boot in Seenot gerät oder Menschen im Wasser sind, werden sie aufgenommen und nach Griechenland gebracht.

Seit Jahresbeginn sind nach Informationen aus Kreisen der griechischen Küstenwache 22.000 Menschen in der Ostägäis daran gehindert worden, auf dieser Route illegal in die EU einzureisen. Menschenrechtsorganisationen werfen der EU vor, mit dem Zurückdrängen („Pushbacks“) von Booten das Recht dieser Menschen zu verletzten, einen Asylantrag in der EU stellen zu können.

dpa/dtj