Istanbul: Menschen versammeln sich am Ort der Explosion und gedenken der Opfer. Foto: Francisco Seco/AP/dpa

Nach dem Anschlag auf der beliebten Istanbuler Einkaufsstraße İstiklal sollen dort künftig zahlreiche Verbote gelten. Das veranlasste der Gouverneur von Istanbul. Im Fokus: die „öffentliche Ordnung“.

Um auf der İstiklal „Sicherheit, Frieden und Ruhe“ zu gewährleisten, habe der Gouverneur von Istanbul, Ali Yerlikaya, einen „Generalbefehl“ erlassen. Das teilte das Gouverneursamt am Freitag in einem Schreiben mit.

Eine Reihe von Verboten sollen in der 1.400 Meter langen, vor allem bei Touristen sehr beliebten Straße den Fußgängerstrom beschleunigen und zur „öffentlichen Ordnung“ beitragen, heißt es. Unter anderem sei das Aufstellen von Tischen, Stühlen, tragbaren Tafeln oder Schildern künftig verboten.

Missachtung der Regeln wird bestraft

Zudem dürften in der İstiklal keine Ausstellungen oder Aufführungen abgehalten werden. Für mobile Händler oder Straßenmusiker, die den Flair der Straße ausmachen, seien Aktivitäten auf der Straße untersagt. Das Missachten dieser Regeln wird demnach bestraft.

Bei einem Anschlag auf der Straße vor fast zwei Wochen sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Die Türkei macht die syrische Kurdenmiliz YPG und die PKK, die sie als Terrororganisationen einstuft, dafür verantwortlich. Beide haben dies zurückgewiesen.

dpa/dtj