Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro (l.) mit Recep Tayyip Erdoğan. Foto: Marcelo_Garcia/Prensa Miraflores/dpa

Maduro zu Besuch in Ankara: Die Türkei und Venezuela haben sich auf einen Ausbau der Beziehungen verständigt. Gemeinsam mit Erdoğan unterzeichnete der venezolanische Präsident mehrere Abkommengemeinsam

In Ankara unterzeichneten Präsident Recep Tayyip Erdoğan und sein venezolanischer Amtskollege Nicolás Maduro am Mittwochabend mehrere Abkommen. Beide Seiten betonten die Bedeutung der bilateralen Beziehungen, Maduro nannte Erdoğan in einem Tweet seinen „Bruder“.

Der türkische Präsident verurteilte in einem auf Spanisch verfassten Tweet die „einseitigen“ Sanktionen gegen Venezuela. Die USA haben eine ganze Reihe von Sanktionen gegen die autoritäre Maduro-Regierung verhängt. Anders als andere lateinamerikanische Staatschefs reiste Maduro nicht zum Amerika-Gipfel nach Los Angeles.

Maduro im Streit um Amerika-Gipfel-Teilnahme

Die US-Regierung hatte die Vertreter Kubas, Venezuelas und Nicaraguas nicht zu dem Gipfel eingeladen. Daraufhin erklärten sich mehrere Regierungschefs wie Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador und Boliviens Staatschef Luis Arce solidarisch mit den nicht eingeladenen Politikern und sagten ihrerseits ihre Teilnahme ab.

Erdoğans „Bruder“ Maduro

Venezuela steckt seit Jahren in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. In dem einst reichen Land fehlt es an Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff. Millionen Venezolaner haben ihre Heimat verlassen. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erhielt das südamerikanische Land humanitäre Hilfe von der Türkei, China und Russland.

dpa/dtj