Im Fokus: Recep Tayyip Erdoğan in Izmir. Foto: Uncredited/Turkish Presidency/AP/dpa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat offiziell verkündet, bei der für Juni 2023 angesetzten Präsidentschaftswahl erneut antreten zu wollen. Die Opposition rechnet sich gegen den angeschlagenen Regierungschef Chancen aus. Doch wie realistisch sind sie?

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wird der Kandidat der „Volksallianz“, ein Wahlbündnis mit der ultranationalistischen Nationalistischen Bewegung (MHP). Das teilte das türkische Staatsoberhaupt am Donnerstag in der westtürkischen Agäis-Metropole İzmir mit.

„Hier in İzmir, wo er als Abgeordneter gewählt wurde, wiederhole ich meine Einladung“ sagte der AKP-Chef in Richtung Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu. Der Kandidat der Volksallianz sei Tayyip Erdoğan. „Wenn du den Mut hast (gegen mich anzutreten, Anm. d. Red.), gib entweder deine Kandidatur bekannt oder stelle jemanden auf.“

Enges Rennen mit der Opposition?

Expert:innen gehen bei der kommenden Präsidentschaftswahl von einem engen Rennen mit der Opposition aus. Fast 20 Jahre hielt sich Erdoğan mit seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP an der Macht – doch vor allem die grassierende Währungskrise, Inflation und Arbeitslosigkeit haben seiner Beliebtheit bei der Bevölkerung zugesetzt. Zuletzt stiegen seine Umfragewerte jedoch wieder leicht an.

Doch auch der Opposition trauen viele nicht zu, das Land aus der misslichen Lage zu führen.

dtj/dpa