Fenerbahçe-Fans waren am Donnerstag sehr präsent in Wien und durften sich über einen Auswärtssieg ihrer Farben freuen. Foto: Fenerbahçe

Die Polizei in Österreich griff am Donnerstag nach dem Europa-League-Spiel hart durch. Fenerbahçe kritisiert das Verhalten der Beamten.

Nach dem Hinspiel zwischen Austria Wien und Fenerbahçe Istanbul in der Qualifikation zur Fußball-Europa-League, das das türkische Team mit 2:0 für sich entscheiden konnte, ist es in der Nacht zu Freitag in der österreichischen Hauptstadt zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fan-Lagern gekommen.

Wie die Landespolizei Wien mitteilte, gab es insgesamt 253 Anzeigen. Zwei Menschen seien bei den Krawallen verletzt, eine Person vorläufig festgenommen worden. Fenerbahçe meldete sich am Freitag mit einer offiziellen Stellungnahme zu Wort. „Die Vorgehensweise der Wiener Polizeieinheiten und Beamten sind nicht hinnehmbar“, schrieb der Club darin.

Austria-Fan trifft Fener-Torwart auf dem Kopf

Laut der Mitteilung sollen zunächst etwa 30 Austria-Anhänger mit Holz- und Eisenstangen sowie Stühlen rund 50 Fenerbahçe-Fans attackiert haben. Danach sei es zu einem Gegenangriff gekommen. Die Wiener Polizei beendete die Konfliktsituation mit dem „mehrfachen“ Einsatz von Pfefferspray.

Während des Spiels war Gäste-Keeper Altay Bayındır von einem Wurfgeschoss aus dem Wiener Fanbereich getroffen worden. Die Austria teilte am Freitag mit, dass die Video-Aufzeichnungen derzeit ausgewertet werden. „Sobald der Täter identifiziert wurde, werden wir ein Hausverbot verhängen und bei der Bundesliga ein bundesweites Stadionverbot beantragen“, schrieb der Club.

Das Rückspiel findet am kommenden Donnerstag statt. Das Team, das sich durchsetzt, löst das Ticket für die Gruppenphase der Europa League.

dpa/dtj