Gaziantep: Notfall- und Rettungskräfte stehen am Unfallort nach einem Busunfall auf der Autobahn zwischen Gaziantep und Nizip. Foto: Uncredited/IHA/dpa

In Gaziantep sind am Samstagvormittag mehrere ums Leben gekommen, als ein Passagierbus mit Rettungskräften zusammenstieß, die einen vorangegangenen Verkehrsunfall abwickelten. Am selben Abend wiederholte sich das Szenario in ähnlicher Weise nur wenige Kilometer weiter ostwärts.

In der Türkei sind binnen eines Tages mindestens 35 Menschen bei zwei schweren Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Die Unfallabläufe waren dabei nahezu identisch.

Der erste Unfall ereignete sich am Vormittag in Gaziantep. Dort starben mindestens 16 Menschen, darunter seien auch Feuerwehrleute, medizinisches Personal und zwei Journalisten, sagte der Gouverneur der Provinz Gaziantep, Davut Gül, bei einem Interview am Unfallort. Besonders tragisch: Sie seien ursprünglich wegen des Berichts über einen vorangegangenen Unfall vor Ort gewesen. Ein heranfahrender Bus sei dann verunglückt, habe sich überschlagen und einen Krankenwagen sowie den Übertragungswagen der Journalisten getroffen. Mindestens 22 weitere Menschen wurden verletzt.

Die beiden Journalisten arbeiteten für die staatsnahe Agentur IHA, so der Staatssender TRT. In einem Bericht des Senders war lautes Schluchzen zu hören. Der Kameramann der Agentur, der für den Bericht über den Tod seiner Kollegen vor Ort sei, habe „seine Tränen nicht zurückhalten können“, so TRT.

Die Verletzten sollen derzeit im Krankenhaus behandelt werden. Über den Grad der Verletzung war zunächst nichts bekannt.

Wenige Stunden später kommen ähnliche Bilder aus Mardin

Noch bevor der Schock von der ersten Nachricht vergangen war, ereignete sich ein ähnlicher Unfall im etwa 330 km entfernten Mardin. Dort raste den Angaben zufolge ein LKW in eine Unfallstelle und erfasste Menschen, die Erste Hilfe leisteten. Mindestens 19 Menschen, darunter auch mehrere Kinder, kamen dabei um, 26 wurden verletzt.

Bei sechs von ihnen sei der Zustand kritisch, erklärte Gesundheitsminister Fahrettin Koca.

Gaziantep und Mardin liegen im Südosten der Türkei, unweit der Grenze von Syrien. Screenshot: Google Maps

dpa/dtj