Symbolfoto: Ein Pilot steht auf seinem Kampfjet. Foto: Costas Baltas/Reuters/AP/dpa

Türkische Kampfjets überfliegen erneut eine bewohnte griechische Insel. In Athen führt der Generalstab sogar eine Statistik über die Überflüge türkischer Kampfbomber. Wie der Zwischenfall ausging.

Zwei türkische Kampfbomber haben am Montag mehrere griechische Inseln in der östlichen Ägäis überflogen. Darunter waren die Insel Chios mit rund 52.000 Einwohnern sowie die drei kleineren Eilande Inousses, Arki und Lipsi. Wie der griechische Generalstab mitteilte, überflogen die Jets vom Typ F-16 die Inseln in einer Höhe von rund 7.600 Metern.

Griechische Kampfbomber hätten die Flieger abgefangen, hieß es in einem Bericht des Staatsrundfunks ERT. Aus Ankara hört man zu diesen Behauptungen schon seit langem nichts. Bereits im vergangenen Jahr hatten türkische Kampfbomber bewohnte griechische Inseln überflogen.

Provokation nach Annäherungsversuchen

In den ersten drei Monaten dieses Jahres habe es insgesamt 30 solcher Verstöße gegeben, heißt es beim Generalstab. Zudem seien türkische Jets in diesem Zeitraum 826 Mal unerlaubt in den griechischen Luftraum eingedrungen. Die EU hat solche Aktionen wiederholt verurteilt.

Gegen türkischen „Amoklauf“: Griechenland rüstet weiter auf

Eigentlich hatten sich die beiden Nato-Länder erst im März darauf verständigt, angesichts des Ukraine-Kriegs ihre Beziehungen zu verbessern, um die Südostflanke der Nato nicht zusätzlich zu belasten.

dpa/dtj