Archivfoto: Die Schiffe der türkischen Küstenwache sind am Strand verankert. Foto: T.C. Sahil Güvenlik Komutanlığı

Die griechische Küstenwache hat türkischen Angaben zufolge in der Ägäis ein Störfeuer gegen ein Frachtschiff eröffnet.

Das Schiff „Anatolian“ geriet demnach in internationalen Gewässern elf Seemeilen vor der türkischen Insel Bozcaada unter Beschuss. Die beiden beteiligten griechischen Schiffe hätten damit internationales Recht missachtet. Laut TRT seien die griechischen Schiffe weggefahren, als die türkische Küstenwache den Ort des Vorfalls erreichte. Der Sender veröffentlichte Aufnahmen, die den Beschuss zeigen sollen. Sie konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Die türkische Küstenwache eskortierte die „Anatolian“, die unter der Flagge der Komoren unterwegs ist. Die örtliche Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung des Vorfalls ein, so die Nachrichtenagentur Anadolu. An Bord des Schiffes befanden sich 18 Besatzungsmitglieder, unter anderem aus der Türkei, Ägypten, Somalia und Aserbaidschan.

Das Verhältnis der beiden NATO-Partner Griechenland und Türkei ist wegen einer Reihe von Konflikten auf einem Tiefpunkt. Die beiden Länder werfen sich gegenseitig Luftraumverletzungen vor. Die Türkei ist zudem verärgert über die Militarisierung griechischer Inseln in der Ostägäis. Darüber hinaus gibt es immer wieder Streit wegen türkischen Erdgasbohrungen im Mittelmeer. Zuletzt sprach Präsident Erdoğan offen von Krieg.

dpa/dtj