Das Foto zeigt einen Fund der synthetischen Droge Crystal Meth. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa

Das türkische Innenministerium hat den Fund von gut dreieinhalb Tonnen Crystal Meth in Istanbul bekanntgegeben. Die aufgegriffenen 3.533 Kilogramm seien der größte Fund, den türkische Ermittler je mit einem Mal gemacht hätten.

Das schrieb Innenminister Süleyman Soylu am Donnerstag auf Twitter. Die Bedeutung des Fundes zeigt sich im Vergleich: Im gesamten Jahr 2021 wurden laut Innenministerium insgesamt 5.528 Kilogramm Crystal Meth – der Szenename für Methamphetamin – aufgegriffen.

Den Riesenfund sollen Ermittler in den vergangenen sieben Tagen gemacht haben. Zwölf Menschen seien verhaftet worden, gegen zehn liefen juristische Verfahren, schrieb Soylu. Dem Fund sollen sechsmonatige Ermittlungen vorausgegangen sein.

Türkische Schmuggler gewinnen an Einfluss

Der gemeinnützigen Organisation Insight Crime zufolge haben türkische Schmuggler eine zunehmend große Rolle beim internationalen Drogenschmuggel. Das Land sei nun ein regionaler Verkehrsknotenpunkt, hieß es. Im Jahr 2021 waren laut türkischem Innenministerium 264.202 Menschen wegen Drogendelikten gefasst worden.

2020 waren es 206.421, 2019 knapp über 200.000. Im November meldeten Ermittler in Baden-Württemberg den größten bisherigen Fund in Deutschland mit 200 Kilogramm Methamphetamin. Der Regierung wurde zuletzt regelmäßig vorgeworfen, die Drogenszene im Land gewähren zu lassen oder gar mit ihr gemeinsame Sache zu machen.

dpa/dtj