Eine Fahrt mit dem Heißluftballon gehört in Kappadokien zu den beliebtesten Aktivitäten. Foto: pixabay

Die Bilder von aufsteigenden Heißluftballons im Herzen der Türkei sind inzwischen in aller Welt bekannt. Nur leisten können sich die Fahrt längst nicht mehr alle. Zudem trübt ein tödlicher Unfall in dieser Woche die Stimmung.

Touristisch hat die Türkei einiges zu bieten. Längst sind nicht nur Istanbul, Bodrum oder Antalya gefragte Hotspots. Seit einigen Jahren kommen vor allem Menschen aus Fernost nach Kappadokien, um unter anderem die einzigartigen Felsformationen aus Tuffstein und die vielen unterirdischen Städte zu bestaunen.

Etabliert hat sich auch ein weiteres touristisches Highlight in der Region, deren Zentrum die Provinz Nevşehir ist: Heißluftballonfahrten. Früh morgens bei Anbruch des Tages warten insbesondere im Sommer und Spätsommer zig Touristen, um sich Kappadokien bei Sonnenaufgang aus der Luft anzuschauen.

Künftig 220 statt 200 Euro

Dabei sind es nicht nur Reisende aus dem Ausland, die nach Avanos, Göreme, Ürgüp und Co. kommen. Auch inländische Touristen sind regelmäßig vor Ort. Allerdings können oder wollen sich nicht mehr alle unter ihnen den horrenden Preis einer Ballonfahrt leisten. Während diese noch vor einigen Jahren zwischen 100 und 150 Euro kostete, betrug der Preis in diesem Sommer 200 Euro. Vor wenigen Wochen wurde dieser nun nochmals um 20 Euro erhöht. Das dürfte bald auch den ersten ausländischen Touristen zu viel sein.

Die allermeisten Inlandstouristen sind mittlerweile auf Alternativen umgestiegen. Entweder bevorzugen sie es, den herrlichen Anblick der aufsteigenden Heißluftballons zu genießen und auf ihren Smartphones kostenlos festzuhalten, oder sie buchen eine virtuelle Tour, die umgerechnet rund 2 Euro kostet und damit um ein Vielfaches günstiger ist als die echte, rund zwei Stunden dauernde Fahrt.

Unfall kostet zwei Menschen das Leben

Letztere Alternative ist nicht nur günstiger, sondern auch weniger gefährlich, wie ein Vorfall vom Dienstag zeigt. Bei der durch unerwartet starke Böen verursachten harten Landung eines Ballons in Avanos mit 30 Insassen kamen zwei von ihnen, die aus Spanien stammen, ums Leben. Drei Insassen, ebenfalls spanisch, wurden verletzt. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen.