Bundeskanzler Olaf Scholz (r.) und Zyperns Staatspräsident Nikos Anastasiadis im Bundeskanzleramt. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Unterstützung Deutschlands in Verhandlungen zur Lösung der Zypern-Frage angeboten. Kommt nun Bewegung in die zähen Gespräche?

„Ich würde mir wünschen, dass der festgefahrene Verhandlungsprozess über die Zypern-Frage wieder mehr Schwung erhält“, sagte er nach einem Gespräch mit dem griechisch-zyprischen Präsidenten Nikos Anastasiadis. „Deutschland steht bereit, den durch die UN geführten Verhandlungsprozess wenn gewünscht zu unterstützen“, betonte Scholz. „Da wollen wir gerne so hilfreich sein, wie wir gebeten sind.“

Zypern ist seit einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention 1974 in einen griechisch-zyprischen Teil im Süden und einen kleineren türkisch-zyprischen Teil im Norden geteilt. Nordzypern wird als Staat nur von der Türkei anerkannt.

Unzählige erfolglose Verhandlungen

Die EU nahm ganz Zypern 2004 auf. Seit Teilung der Mittelmeerinsel gab es unzählige erfolglose Verhandlungen. Es gibt den Vorschlag einer Föderation aus zwei Bundesstaaten mit einer starken Zentralregierung. Damit ist die griechisch-zyprische Seite einverstanden. Die türkischen Zyprer wollen dagegen zwei unabhängige Staaten.

dpa/dtj