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Panorama

Die Zeit rennt: Zahl der Toten in der Türkei steigt auf mehr als 3000

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Die Zahl der Todesopfer in der Türkei ist nach den verheerenden Erdbeben im syrisch-türkischen Grenzgebiet auf 3432 gestiegen. Präsident Erdoğan verkündete eine siebentägige Staatstrauer.

Nach den schweren Erdbeben in der Südosttürkei gehen die Rettungsarbeiten weiter – die Situation bleibt dramatisch. Im südtürkischen Hatay sei der Strom ausgefallen, berichtete eine Augenzeugin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Hilfe werde dringend benötigt. Die Tankstellen hätten kein Benzin mehr und es gebe kein Brot zu kaufen. Auch in der Nachbarprovinz Osmaniye sei der Strom ausgefallen, sagte eine Reporterin des Senders CNN Türk. Dadurch können auch viele Menschen nicht telefonieren bzw. erreicht werden.

Mehr als 20.000 Menschen seien verletzt worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde Afad mit. Mehr als 5700 Gebäude seien eingestürzt. Orhan Tatar, Chef der Abteilung für Erdbeben und Risikoverminderung, rief die Menschen dazu auf, sich von beschädigten Gebäuden fern zu halten geschweige denn diese zu betreten.

Die Wetterbedingungen seien sehr schlecht, sagte Tatar. Die Meteorologische Generaldirektion meldete für die betroffenen Regionen teils starken Schneefall, Platzregen und starke Winde. Die Temperaturen liegen teils um den Gefrierpunkt.

Menschen versuchen, in ihre Dörfer zurückzukehren

In der südosttürkischen Metropole Diyarbakır verbrachten viele Menschen die Nacht draußen, in Schulen oder Moscheen, wie ein dpa-Mitarbeiter berichtete. „Die Menschen haben Angst, in ihre Häuser zurückzukehren“, sagte er. Mehrere Nachbeben seien zu spüren gewesen und es sei bitterkalt. Die Zelte der Katastrophenschutzbehörde Afad seien nicht beheizt und reichten nicht aus.

Viele Einwohner Diyarbakırs versuchten, in die Dörfer zu gelangen. Die Häuser dort sind in der Regel einstöckig und gelten daher als sicherer. „Es herrscht Anspannung, die Menschen wissen wirklich nicht, was sie machen sollen.“

https://twitter.com/yirmiucderece/status/1622854475009470464?s=20&t=G8nVkfOdpFgHapXYd0rfHw

280 Nachbeben registriert

Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hatte am frühen Montagmorgen die Südosttürkei im Grenzgebiet zu Syrien erschüttert. Mittags folgte ein weiteres Beben der Stärke 7,5 für dieselbe Region. Afad meldete bislang mehr als 280 Nachbeben. Aufgrund der Katastrophe verkündete Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan am Montagabend eine siebentägige Staatstrauer. Auch die Schulbildung wird für eine Woche landesweit ausgesetzt. Sämtliche Sportveranstaltungen wurden bis auf Weiteres abgesagt.

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dpa/dtj

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