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Wirtschaft

Inflation in Europa steigt – Türkei besonders betroffen

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Die Verbraucherpreise steigen: Die Inflation in der Türkei ist im Februar auf mehr als 50 Prozent gestiegen. In der Eurozone verzeichnet man einen Höchstwert mit 5,8 Prozent. Alle Details zu den neuesten Wirtschaftskennzahlen.

Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat um 54,44 Prozent, wie das nationale Statistikamt am Donnerstag in Ankara mitteilte. Im Januar hatte der Anstieg rund 49 Prozent betragen. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise um 4,8 Prozent.

Besonders Transport, Haushaltsgeräte und Lebensmittel verteuerten sich. Die Erzeugerpreise legten im Februar laut der Statistikbehörde sogar um 105 Prozent im Jahresvergleich zu. Auch in Europa steigt die Inflation weiter an. Der Preisauftrieb in der Eurozone hat mit plus 5,8 Prozent den höchsten Wert seit Einführung des Euro erreicht.

Erdoğans (Fehl-)Entscheidungen treiben Inflation

Als Hauptgrund für den starken Anstieg der Verbraucherpreise gilt die lockere Ausrichtung der türkischen Geldpolitik. Trotz der hohen Inflation hat die türkische Notenbank im vergangenen Jahr den Leitzins mehrfach gesenkt, auf zuletzt 14,0 Prozent. Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan ist erklärter Gegner hoher Zinsen, die von Ökonomen als Mittel gegen hohe Inflation empfohlen werden.

Türkische Inflation: Gefangen in der Lira-Abwärtsspirale

Hinzu kommen vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine hohe Öl- und Energiepreise. Die Türkei unterhält enge Beziehungen zur Ukraine und zu Russland. Ankara verurteilt die Invasion, beteiligt sich aber nicht an Sanktionen gegen Russland.

Der Sprecher von Präsident Erdoğan, İbrahim Kalın, begründete das am Mittwoch unter anderem mit den engen wirtschaftlichen Verbindungen seines Landes zu Russland. Er betonte bei CNN International, dass ein Gesprächskanal zu Russland offen bleiben müsse.

dpa/dtj

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