Viel beschäftigt: Didier Drogba, ehemaliger Fußballer aus der Elfenbeinküste, hält nach seiner Ernennung zum Botschafter für Sport und Gesundheit der WHO eine Rede. Foto: Fabrice Coffrini/KEYSTONE/AFP POOL/dpa

Ist Didier Drogba zum Islam konvertiert? Ein vor ein paar Tagen geteiltes Foto soll das beweisen. Der ehemalige Fußballer kann darüber nur lachen.

Ein Mann sitzt auf dem Sofa, seine beiden Hände sind auf Höhe des Bauchnabels und zeigen mit den Handflächen nach oben. Eine Szene, die im muslimischen Kontext oft vorkommt. Sie zeigt, dass er ein Bittgebet verrichtet oder die Fatiha (erste Sure im Koran, Anm. d. Red.) liest. So weit, so alltäglich.

Doch handelt es sich bei dem Betroffenen um einen Nicht-Muslim, kann das die Gerüchteküche ordentlich ins Brodeln bringen. So geschehen vor wenigen Tagen, als der gläubige Christ Didier Drogba in dieser Pose abgelichtet wurde.

„Nur ein Zeichen des Respekts an meine muslimischen Brüder“

Nicht nur User von Sozialen Medien, in denen das Bild oft geteilt und kommentiert wurde, auch herkömmliche Medien sprangen auf den Zug auf und streuten das Gerücht, wonach der einstige Superstar der Elfenbeinküste die Religion gewechselt und sich zum Islam bekannt haben soll. Doch weit gefehlt: Drogba, der zum Ende seiner Karriere auch in der Türkei für Galatasaray Istanbul auflief, erklärte, dass nichts am Gerücht dran sei.

„Diese Geschichte geht derzeit viral 😅 Aber ich habe die Religion nicht gewechselt. Das war nur ein Zeichen des Respekts an meine muslimischen Brüder, die ich in meinem Dorf besucht habe. Ein Moment des Zusammenhalts, mehr nicht. Viel Liebe und Segen an euch alle“, verkündete der inzwischen 44-Jährige.

Ähnliche Nachrichten sind in den Medien der Türkei oder anderen muslimischen Ländern häufig zu finden, meist ist an ihnen nichts dran. Anders im Falle von Clarence Seedorf: Der frühere niederländische Nationalspieler ist vor einiger Zeit tatsächlich Muslim geworden.