Zwischen Oktober 2023 und Januar 2024 griff die Türkei außerdem mehrere Stromübertragungsstationen in den nordostsyrischen Gebieten Amouda, Qamishli und Darbasiyah sowie das Hauptkraftwerk der Region in Swadiyah an. Als Teil der kritischen Infrastruktur des autonomen Selbstverwaltungsgebiets spielen sie eine zentrale Rolle bei der Energieversorgung der Bevölkerung.
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ankara-tuerkei-fliegt-angriffe-in-syrien-und-irak/
Gegenüber der BBC betonte die türkische Regierung, dass Zivilisten oder zivile Infrastruktur nicht zu den Zielen ihrer Angriffe gehörten. Dennoch hatte der türkische Außenminister Hakan Fidan im Oktober 2023 vor laufenden Kameras erklärt, dass "Infrastrukturen, Aufbauten und Energieanlagen", die nach Einschätzung der Türkei der PKK oder YPG zugerechnet werden,
als "legitime Ziele" des türkischen Militärs gelten. Beide Organisationen stuft Ankara als terroristisch ein.
"Wasser ist ein Menschenrecht"
Die Angriffe auf Energieanlagen haben nicht nur die Stromversorgung in der Region empfindlich gestört, sondern auch die humanitäre Krise weiter verschärft. Insbesondere die Zerstörung des Hauptkraftwerks Swadiyah beeinträchtigt den Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen wie Wasser und medizinischer Versorgung und verschärft die ohnehin prekäre Lage der Zivilbevölkerung.
Die Menschenrechtsorganisation medico international kritisiert das Vorgehen der Türkei. Der
Frankfurter Rundschau sagte die Referentin für Syrien, Türkei und Irak bei medico international, Anita Starosta: "In der Region setzt die Türkei auch Wasser als ein Kriegsmittel ein. Wasser ist ein Menschenrecht, dieses wird in Nordostsyrien verletzt."