Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Laudator der Preisverleihung, spricht in der Kunsthalle Mannheims zur Verleihung des Schillerpreises der Stadt. Foto: Uwe Anspach/dpa

Der Bundespräsident spricht in einer Laudatio über Muttersprache, Migration und Heimat. Die Geschichten der „Gastarbeiter“ seien Teil der gemeinsamen Geschichte und müssten viel stärker gehört werden.

Migrantinnen und Migranten werden in Deutschland aus Sicht von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier noch immer viel zu wenig gehört. „Alle, die zu uns gekommen sind, haben ihre Geschichte und ihre Geschichten mitgebracht“, sagte er am Sonntag bei der Verleihung des Schillerpreises der Stadt Mannheim an Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar.

„Ich bin überzeugt, dass ihre Geschichten viel stärker Teil unseres gemeinsamen Wir werden müssen“, sagte der Bundespräsident. „Ihre Geschichten sind ein Teil von uns. Sie sind Teil unserer Geschichte und Teil unserer gemeinsamen Geschichte.“

Steinmeier wiederholte seine Ansichten, Deutschland sei ein „Land mit Migrationshintergrund“ und Heimat gebe es auch im Plural – und erntete dafür Applaus.

dpa/dtj