Mannheim: Peter Kurz (von links nach rechts), Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Emine Sevgi Özdamar, diesjährige Preisträgerin des Schillerpreises der Stadt Mannheim, und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Laudator der Preisverleihung, stehen in der Kunsthalle bei der Verleihung des Preises auf der Bühne. Foto: Uwe Anspach/dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Wirken der Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar gewürdigt.

„Sie spielen mit eigener Erinnerung und literarischer Erzählung und lassen mit der Sprache etwas ganz Neues entstehen: mit Ihrer sehr eigenen, funkelnden, poetischen, traurigen, sehr komischen, kurzum Ihrer geradezu überbordenden Sprache“, sagte Steinmeier als Laudator bei der Verleihung des diesjährigen Schillerpreises der Stadt Mannheim am Sonntag in der Kunsthalle. „Sie wohnen in der deutschen Sprache und das so meisterhaft wie nur wenige, deren Muttersprache Deutsch ist.“

Die 76-jährige Özdamar stammt aus der Türkei und lebt zeitweise in Berlin. Zu ihren bekanntesten Romanen gehören „Ein von Schatten begrenzter Raum“ und „Das Leben ist eine Karawanserei: hat zwei Türen, aus einer kam ich rein, aus der anderen ging ich raus“.

Der Schillerpreis ist mit 20.000 Euro dotiert. Mannheim verleiht ihn alle zwei Jahre an Persönlichkeiten, „die durch ihr Schaffen zur kulturellen Entwicklung in hervorragender Weise beigetragen haben“. Die Auszeichnung erinnert an das Wirken des Dramatikers Friedrich Schiller, dessen „Räuber“ 1792 in Mannheim uraufgeführt wurden.

dpa/dtj