Gepanzerte türkiche Militärfahrzeuge in Nordsyrien. Foto: Baderkhan Ahmad/AP/dpa

Russland ist besorgt wegen eines drohenden türkischen Angriffs auf die von Kurden gehaltenen Gebiete im Norden Syriens. Zugleich signalisierte der Kreml aber auch Verständnis. Die Details.

„Wir hoffen, dass Ankara auf solche Aktionen verzichtet, die zu einer gefährlichen Verschlechterung der ohnehin komplizierten Lage in Syrien führen“, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag in Moskau.

Russland habe zwar Verständnis dafür, dass die Türkei ihre Sicherheit aus den syrischen Grenzregionen bedroht sehe. Die Sicherheit sei aber am besten zu gewährleisten, wenn Einheiten der syrischen Regierung entlang der Grenze stationiert würden, sagte Sacharowa.

Sicherheitszone in Syrien

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan droht mit einem neuen Militäreinsatz in Syrien, der bis zu 30 Kilometer in das Nachbarland führen könnte. Zuletzt konkretisierte er, dass die Kurdenmiliz YPG aus den Orten Tall Rifat und Manbidsch vertrieben werden solle. US-Außenminister Antony Blinken sagte, die USA lehnten jede Eskalation in Nordsyrien ab.

Jede neue Offensive könne die „regionale Stabilität“ untergraben. Die Türkei hält bereits Gebiete in Nordsyrien besetzt und argumentiert mit Sicherheitsinteressen. Die Regierung in Ankara betrachtet die YPG als Ableger der PKK und als Terrororganisation.

Syrien-Offensive: Erdoğan formuliert Ziele – Bombardement beginnt

Die USA wiederum arbeiten mit der YPG im syrischen Bürgerkrieg als Partner im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zusammen. Russland ist in dem Krieg stärkster Rückhalt der syrischen Regierung und ihrer Truppen.

dpa/dtj