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Türkische Schwimmer gewinnen Wettkampf im Bosporus

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Der Bosporus wurde am Sonntag Schauplatz eines außergewöhnlichen Wettkampfes. Extremsport hat in Istanbul Tradition. Quelle: Shutterstock
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Am vergangenen Sonntag fand das 35. Bosporus Cross-Continental Swim Race statt. Mehr als 2.500 Teilnehmende legten eine Strecke von 6,5 Kilometern zurück. Dabei überquerten sie den Bosporus, indem sie auf dem asiatischen Kontinent starteten und auf der europäischen Seite Istanbuls ankamen.

Das Spektakel des Schwimmens im offenen Meer wird jährlich von dem Nationalen Olympischen Komitee der Türkei organisiert. Mehr als 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 70 verschiedenen Ländern nahmen dieses Jahr teil. Seit Jahren platziert die Open Water Swimming Association dieses Event unter die Top Ten der besten Freischwimm-Wettbewerbe der Welt.

Das Ereignis fand zum ersten Mal im Jahr 1989 statt. Damals legten 68 türkische Schwimmerinnen und Schwimmer eine Strecke zurück, die von Çubuklu nach Kanlıca führte. Mit den Jahren erlangte der Schwimmwettkampf immer mehr Aufmerksamkeit. Mittlerweile reisen viele professionelle Schwimmerinnen und Schwimmer dafür an. Am Ende des Wettkampfes bekommen alle Teilnehmenden ein Zertifikat als „Interkontinentaler Schwimmer“.

Eine Strecke mit Hindernissen

Trotz des faszinierenden Panoramas der Millionenmetropole bietet die Schwimmstrecke nicht nur eine spektakuläre Kulisse, sondern birgt auch einige Hindernisse. Das Wasser des Schwarzen Meeres fließt über den Bosporus mit einer Durschnittsgeschwindigkeit von drei bis stellenweise acht Knoten ins Mittelmeer. Bei (seltenen) Südwinden kann sich die Wasserströmung auch nach Norden drehen.

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Der Bosporus zählt durch seine Strömung zu den gefährlichsten Wasserstraßen der Welt. Schiffslotsen müssen hier mindestens zwölf Kursänderungen vornehmen. Daher wird den Teilnehmenden stets empfohlen, sich mittig im Bosporus zu halten, um plötzliche Rückströme zu vermeiden. Hinzu kommt die lange Schwimmstrecke von 6,5 Kilometern. Erfahrung im Freischwimmen wird vorausgesetzt, um antreten zu können.

So funktioniert der Bosporus Cross-Continental Swim Race

Die Route startet am Ufer der Stadt Kanlıca, die sich auf dem asiatischen Kontinent befindet. Nördlich der Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke starten die Teilnehmenden von einem Schiff aus und springen in den Bosporus. Das Ziel: Kuruçeşme auf dem europäischen Kontinent. Nördlich der Bosporus-Brücke befindet sich ein Steg, wo alle Teilnehmenden empfangen werden.

Eine Zeit von zwei Stunden dürfen sie nicht überschreiten. Wer es nicht im Zeitlimit schafft, wird aus dem Wasser herausgeholt. Teilnehmende, die von der Strömung mitgerissen werden und das Ziel verpassen, werden disqualifiziert. 2023 standen in der Kategorie Männer drei türkische Schwimmer auf dem Podium. Doğukan Ulaç holte sich mit 41 Minuten und 22 Sekunden den ersten Platz. Den zweiten Platz belegte Kerem Hoşgör mit 43 Minuten und 32 Sekunden. Ganz dicht gefolgt vom Dritten Halil Şensoy, der 43 Minuten und 44 Sekunden brauchte.

Auch bei den Frauen dominierten die Türkinnen das Rennen. Burcu Naz Narin belegte den ersten Platz mit 42 Minuten und 54 Sekunden. Der zweite Platz wurde an Hilal Zeyneb Saraç vergeben, die die Strecke in 43 Minuten und 59 Sekunden zurücklegte. Dritte wurde Ada Liza Çelik mit 44 Minuten und 17 Sekunden.