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UEFA gibt Strafe gegen Fenerbahçe bekannt

Noch im Hinspiel hatten sich ukrainische Fans bei der Türkei, insbesondere für den Verkauf der "Bayraktar"-Drohnen, bedankt. Im Rückspiel "revanchierten" sich einige türkische Fans dann mit den "Putin"-Rufen. Foto: Grzegorz Michalowski/PAP/dpa

Nach „Wladimir Putin“-Rufen durch Fans von Fenerbahçe beim Spiel gegen Dynamo Kiew hat die UEFA den türkischen Club bestraft.

Fenerbahçe muss 50.000 Euro Geldbuße zahlen und wurde zu einer Teil-Aussperrung seiner Fans auf Bewährung verurteilt, wie die Europäische Fußball-Union am Freitag mitteilte. Sollte Fener in den nächsten zwei Jahren gegen die Auflagen verstoßen, müssen beim nächsten Heimspiel in einem europäischen Wettbewerb mindestens 5000 Plätze leer bleiben. Die UEFA begründete die Sanktion damit, dass Fans der Türken Objekte geworfen und Beleidigendes gerufen hätten.

Zahlreiche Fenerbahçe-Anhänger hatten in der zweiten Halbzeit der Partie der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde in Istanbul den Namen des russischen Präsidenten skandiert. Witalij Bujalskyj (57. Minute) hatte Kiew in Führung gebracht, anschließend gab es die „Wladimir Putin“-Rufe von der Tribüne. Der Vorfall wurde auch in den sozialen Medien breit diskutiert. Viele Fenerbahçe-Fans äußerten ihr Bedauern über das Verhalten der Anhänger im Stadion.

Verurteilung ohne Entschuldigung

Fenerbahçe distanzierte sich vom Verhalten der Fans und betonte, dass dies „unseren Club nicht repräsentiert und der institutionellen Haltung unseres Clubs nicht entspricht.“ Der Club sei der erste gewesen, der den Krieg von Anfang an verurteilt habe, hieß es in einer weiter.

Clubchef Ali Koç verurteilte zwar das Verhalten der Fans, lehnte eine Entschuldigung bei den Ukrainern aber ab. „Meiner Meinung nach waren es unangebrachte, unnötige Rufe. Sie waren weit entfernt von der Identität und den Werten von Fenerbahce. Aber was sollen wir machen, den Menschen den Mund mit einem Reißverschluss verschließen?“, sagte Koç vergangene Woche. Stattdessen müsse sich die Ukraine wegen der Anschuldigungen bei Fenerbahçe entschuldigen.

dpa/dtj