AFAD (Afet ve Acil Durum Yönetimi Başkanlığı) ist die Katastrophenschutzbehörde der Türkei, die auch für internationale humanitäre Hilfe zuständig ist. Foto: İzmir Valiliği

Vor Panik springt ein Student während dem Erdbeben aus dem Fenster. Der junge Mann starb später im Krankenhaus.

Die türkische Provinz Izmir ist in der Nacht zu Freitag von einem Erdbeben der Stärke 4,9 erschüttert worden. Ein 18-jähriger Student starb am Nachmittag im Krankenhaus an seinen Verletzungen, nachdem er in Panik von einem Balkon im ersten Stock gesprungen war, wie der Sender TRT berichtete. Insgesamt werden demnach noch sechs Personen in Krankenhäusern behandelt.

Der Bürgermeister der Stadt, Tunç Soyer, twitterte, das Minarett einer Moschee sei zerstört worden, sonst seien keine größeren Gebäudeschäden entstanden. Dem Beben sind der Katastrophenschutzbehörde Afad zufolge mehrere Nachbeben gefolgt.

Auf dem Gebiet der Türkei grenzen mehrere tektonische Platten aneinander. Besonders erdbebengefährdet ist Experten zufolge auch die Metropole Istanbul. Eines der folgenschwersten Beben des vergangenen Jahres ereignete sich im Oktober 2020, ebenfalls in Izmir. Mehr als 100 Menschen kamen dabei ums Leben.

dpa/dtj