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Schock in der 3. Liga: Türkgücü München zieht sich zurück

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Was sich lange abgezeichnet hat, ist nun definitiv: Türkgücü München kann die Saison in der 3. Fußball-Liga nicht mehr zu Ende spielen. Das hat auch gravierende Folgen für andere Vereine.

Türkgücü München muss den Spielbetrieb zum Ende dieses Monats einstellen. „Das hat die Vereinsführung in Anwesenheit des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Max Liebig der Mannschaft und den Mitarbeitern des Vereins am heutigen Donnerstagvormittag in einer Betriebsversammlung mitgeteilt“, hieß es.

Den zahlungsunfähigen Münchnern waren in dieser Saison wegen Insolvenzantrags und eines Auflagenverstoßes insgesamt elf Zähler abgezogen worden. Diese Strafe sei aber „nicht mehr relevant“, schrieb der Deutsche Fußball-Bund (DFB).

Türkgücü hat keine neuen Geldgeber finden können. Alle bislang gespielten Partien des Tabellenletzten werden gemäß der DFB-Spielwertung aus der Wertung genommen, weil der Ausstieg vor den letzten fünf Meisterschaftsspielen erfolgte. Ab dem 1. April geht es in der 3. Liga mit dem 32. Spieltag weiter.

Zukunft von Türkgücü ungewiss

Verlierer in der Causa Türkgücü ist auch Aufstiegskandidat 1. FC Saarbrücken. Der Verein verliert seine sechs Punkte gegen die Münchner und rutscht vom dritten auf den vierten Tabellenrang. Wie es mit Türkgücü weitergeht, steht in den Sternen. In den kommenden Wochen werde sich entscheiden, „ob und in welcher Liga“ man in der neuen Saison den Neustart angehen werde.

Der 1975 von türkischen Migranten gegründete Verein war 2020 in die 3. Liga aufgestiegen und peilte bis 2023 den Aufstieg in die 2. Bundesliga an. Nach einer durchwachsenen Debütsaison (13. Platz) in der dritthöchsten deutschen Spielklasse folgte ein noch schwächeres zweites Jahr, das nun unrühmlich und vorzeitig endet.

dpa/dtj

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