Beim Fußballspiel in der türkischen Süper Lig zwischen Trabzonspor und Fenerbahçe Istanbul ist es am Sonntag kurz vor Spielende zu einem Eklat gekommen.

In den Schlussminuten der Partie begannen Trabzonspor-Anhänger beim Stand von 4:0 für die Gäste aus Istanbul zu randalieren, nachdem Nani bei der Auswechslung einem Trabzonspor-Fan sein Trikot übergab. Trabzon und Fenerbahçe gelten seit einigen Jahren als verfeindet.

Hinter dem Tor von Fenerbahçe-Schlussmann Volkan Demirel durchbrachen Zuschauer zunächst eine Absperrung. Danach flogen abgerissene Stadionsitze und Böller auf den Platz, woraufhin Schiedsrichter Bülent Yıldırım die Partie kurzzeitig unterbrach und sich Polizeikräfte zwischen dem Block und dem Rasen aufbauten.

Als das Spiel weiterlief, rannte ein Zuschauer auf den Platz. Der Mann schlug und trat auf den Torraumrichter Volkan Bayarslan ein. Dann konnte der Randalierer erst von Ordnern überwältigt werden. Danach verließen die Spieler und die Schiedsrichter den Platz.

Die Partie wurde nicht wieder angepfiffen. Etwa eine halbe Stunde nach der Unterbrechung hieß es beim übertragenden Sender „Lig TV“, das Spiel sei offiziell abgebrochen worden. Der angegriffene Schiedsrichter sei behandelt worden und ihm gehe es den Umständen entsprechend gut, hieß es.

Fenerbahçe-Coach Vitor Pereira tat sich schwer, Worte für den Abend zu finden. „Das heute war nicht das, was wir Fußball nennen“, so der fassungslose Gäste-Trainer.

Vor wenigen Wochen gab es im Spiel zwischen Galatasaray und Trabzonspor ebenfalls einen Eklat, als ein Trabzon-Akteur dem Schiedsrichter die Rote Karte zeigte.