Archivfoto: Griechische Kampfjets vom Typ F-16 Viper überfliegen den Luftwaffenstützpunkt Tanagra, etwa 74 Kilometer nördlich von Athen. Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa

Es vergeht kaum ein Tag ohne Vorfälle in der Ägäis. Sowohl Athen als auch Ankara suchen die Schuld stets bei dem jeweils anderen. 

Zwei türkische Kampfbomber sollen am Mittwoch bewohnte griechische Inseln in der östlichen Ägäis überflogen haben. Das teilte der griechische Generalstab mit. Unter den Inseln waren demnach die drei Eilande Agathonisi, Arki und Lipsi, auf denen insgesamt rund 1000 Menschen wohnen. Die Jets vom Typ F-16 sollen diese und andere unbewohnte Inseln in einer Höhe von rund 9000 Metern überflogen haben. Griechische Kampfbomber hätten die Flieger abgefangen, hieß es in einem Bericht des Staatsrundfunks ERT.

Ankara meldete wiederum, dass türkische Kampfbomber im Rahmen der NATO-Übung „NATO NEXUS ACE Aegean“ unterwegs waren und von griechischen Fliegern belästigt worden seien.  „Während unsere F-16 den Flug im internationalen Luftraum fortsetzten, versuchten griechische F-16, unsere Flugzeuge zu stoppen. Trotz der Bemühungen griechischer Flugzeuge, die NATO-Mission zu verhindern, flogen unsere Flugzeuge weiter, um die Mission erfolgreich abzuschließen“, meldete das türkische Verteidigungsministerium.

Türkei-Griechenland-Konflikt: Verfeindete Nachbarn

Griechenland und die Türkei sind in vielen Belangen zerstritten, im Sommer 2020 standen sie kurz vor einer kriegerischen Auseinandersetzung. Konflikte gibt es unter anderem um Hoheitsrechte in der Ägäis und um die Ausbeutung möglicher Erdgasvorkommen in der Region.

dtj/dpa