Recep Tayyip Erdoğan (r.), Staatspräsident der Türkei, trifft sich mit Chris Coons, US-Senator, zu Gesprächen. Foto: Turkish Presidency/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

„Die besetzten Gebiete werden an die Ukraine zurückgegeben“: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Rückgabe der von Russland besetzten Gebiete an die Ukraine gefordert – inklusive der Krim.

„Wenn in der Ukraine ein Frieden hergestellt werden soll, wird natürlich die Rückgabe des besetzten Landes wirklich wichtig. Das wird erwartet“, sagte Erdoğan in einem vom US-Sender PBS veröffentlichten Interview. „Die besetzten Gebiete werden an die Ukraine zurückgegeben.“

Genauso müsse die von Russland annektierte Halbinsel Krim an die Ukraine zurückgegeben werden. Russland hat nach seinem Einmarsch in der Ukraine am 24. Februar große Gebiete im Süden und Osten des Landes erobert. Moskau hält trotz Gegenoffensiven Schätzungen zufolge derzeit noch mehr als ein Sechstel des ukrainischen Staatsgebietes inklusive der Halbinsel Krim besetzt.

Zuletzt Russland angenähert

Ankara hat bereits in der Vergangenheit die Annexion der Krim 2014 verurteilt und immer wieder auf die Achtung der Souveränität der Ukraine gepocht. Die Türkei pflegt eigentlich gute Beziehungen zu Moskau und zu Kiew.

Russland und die Türkei: Es ist kompliziert

Erdoğan hatte sich kürzlich mit einer Reihe von Aussagen jedoch deutlich an die Seite von Kreml-Chef Wladimir Putin gestellt und dem Westen etwa „Provokation“ im Ukraine-Krieg vorgeworfen. Am Wochenende hatte Erdoğan erklärt, das Nato-Land Türkei wolle der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) beitreten, deren größte Mitglieder China und Russland sind.

dpa/dtj