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Panorama

Nach Erdbeben in der Türkei: Wetterdienst erwartet Kälte, Regen und Schnee

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Der türkische Wetterdienst hat für die von der Erdbebenkatastrophe betroffenen Gebiete niedrige Temperaturen und teils Schneefall und Regen vorhergesagt. Auch starke Winde erschweren die Rettungsarbeiten vielerorts.

In den südöstlichen Provinzen Mardin und Diyarbakır werde Schnee erwartet, teilte die die Meteorologische Generaldirektion am Dienstag mit. In den Provinzen Malatya und Hatay soll es regnen. Winde könnten bis zu 50 Stundenkilometer erreichen. Am kältesten werde es voraussichtlich in der Provinz Kahramanmaraş, dem Epizentrum des Bebens.

Die niedrigste dort zu erwartende Temperatur für Dienstagnacht sei fünf Grad unter Null, die höchste ein Grad. Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hatte am frühen Montagmorgen die Südosttürkei im Grenzgebiet zu Syrien erschüttert. Mittags folgte ein weiteres Beben der Stärke 7,5 für dieselbe Region.

13,5 Millionen Menschen von Erdbeben betroffen 

„Dieses Erdbeben hat 13,5 Millionen unserer Bürger direkt betroffen“, sagte Städteminister Murat Kurum am Dienstag. Die Rettungsarbeiten gingen weiter. Manche Straßen und Wege seien nicht zugänglich, man arbeite daran, sie wieder passierbar zu machen. In manchen Regionen gebe es kein Wasser.

Man bemühe sich, Schäden so schnell wie möglich zu beseitigen und die Menschen mit Wasser zu versorgen. „Der Schmerz ist unbeschreiblich“, sagte der Minister. Jede Stunde sei wertvoll. Er versuchte, den Bürgern Mut zu machen und betonte, dass bei vergangenen Beben Menschen auch noch nach 100 Stunden gerettet worden seien. Schätzungen zufolge könnten noch über 100.000 Menschen unter den Trümmern liegen.

Internationale Hilfsdelegationen kommen an

Zahlreiche Hilfsorganisationen aus aller Herren Länder treffen derweil seit gestern in der Türkei ein, um sie noch rechtzeitig retten und bereits Gerettete oder Hilfsbedürftige versorgen zu können, unter anderem aus Pakistan, Griechenland, Deutschland und Taiwan. Eine israelische Hilfsdelegation mit rund 150 Menschen sei am Dienstagmorgen in Adana gelandet, sagte eine israelische Militärsprecherin. Sie seien nun in Bussen unterwegs nach Osmaniye.

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Zwei Drittel der Delegationsmitglieder gehören den Angaben zufolge zu einer Such- und Rettungseinheit der Armee, die mit hochmoderner Ausrüstung arbeitet. Sie sollen laut israelischem Außenministerium auch die Einrichtung eines Feldlazaretts vorbereiten. Die Bergungsarbeiten sind ein Rennen gegen die Zeit: Die kritische Überlebensgrenze für Verschüttete liegt normalerweise bei 72 Stunden – so lange kann ein Mensch in der Regel ohne Wasser überleben.

Aufnahmen wie diese vom griechischen Fernsehen machen Hoffnung, dass noch mehr Menschen aus den Trümmern gezogen werden können.

dpa/dtj

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