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Politik

Tote bei Kämpfen zwischen Armenien und Aserbaidschan

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Bei neuen schweren Kämpfen zwischen Armenien und Aserbaidschan im Südkaukasus sind auf armenischer Seite offiziellen Angaben zufolge mindestens 49 Soldaten getötet worden. Baku spricht von einem armenischen Sabotageakt.

Es gebe weiterhin aserbaidschanische Angriffe, sagte der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan in der Hauptstadt Eriwan. Im Schatten des Ukrainekrieges waren in der Nacht wieder schwere Gefechte zwischen den beiden verfeindeten Ex-Sowjetrepubliken ausgebrochen.

Aus Eriwan hieß es, aserbaidschanische Truppen hätten an drei Stellen armenische Stellungen mit Artillerie und großkalibrigen Waffen angegriffen. In Baku sprach das Verteidigungsministerium Aserbaidschans wiederum davon, dass ein großangelegter armenischer Sabotageversuch die Kämpfe ausgelöst habe.

Historischer Konflikt um Bergkarabach

Armenien und Aserbaidschan bekriegen einander seit Jahrzehnten wegen des Gebiets Bergkarabach. Allerdings wurde nach armenischen Angaben diesmal nicht die Exklave angegriffen, sondern Stellungen auf dem Kerngebiet Armeniens.

 

Paschinjan telefonierte bereits mit dem Präsidenten der Schutzmacht Russland, Wladimir Putin, sowie mit EU-Ratspräsident Charles Michel. Nach Angaben aus Eriwan hat Armenien offiziell die von Russland geführte Militärallianz „Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit“ (OVKS) um Hilfe angerufen.

Die Türkei – Verbündete Aserbaidschans – wiederum warf Armenien „Provokationen“ vor. Eriwan solle sich auf Friedensverhandlungen mit Baku konzentrieren, schrieb der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu auf Twitter.

dpa/dtj

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