Wird Williams und Kates Sohn beschnitten?

Dass der Sohn von Prinz William und Herzogin Kate gemäß einer Jahrhunderte zurückreichenden Tradition beschnitten werden könnte, gilt in Expertenkreisen als unwahrscheinlich. Denn spätestens Prinzessin Diana soll die Praxis vor der Geburt ihrer Söhne William und Harry abgeschafft haben. Zwar wird allgemein davon ausgegangen, dass die beiden nicht beschnitten sind – offiziell geklärt ist es aber nicht.

Thronfolger Prinz Charles allerdings soll nach Medienangaben einst selbst davon berichtet haben, dass er als kleiner Junge von einem Rabbi beschnitten worden war. Auch seine Brüder Prinz Andrew und Edward – allesamt Söhne von Queen Elizabeth II. – sollen beschnitten sein. Auch das ist bislang offiziell nicht bestätigt.

Zurück reicht die Tradition Hunderte Jahre, vor allem Queen Victoria war eine Befürworterin der Beschneidung. Sie ließ das Prozedere an allen ihren Söhnen durchführen. Nach Angaben der Zeitung „The Observer“ war sie zum einen davon überzeugt, dass die britische Königsfamilie in direkter Linie von König David abstamme. Außerdem habe sie sich der viktorianischen Vorstellung angeschlossen, eine Beschneidung diene der Hygiene und Gesundheit. Noch viele Jahre danach sei die Beschneidung als ein Zeichen der Oberschicht gesehen worden, die sich den teuren medizinischen Eingriff leisten konnte.

Zwei Tage nach der Geburt ihres Sohnes haben sich Prinz William und Herzogin Kate unterdessen weiter Zeit mit der Bekanntgabe eines Namens gelassen. William hatte beim Verlassen des Krankenhauses am Dienstagabend angekündigt, sie wollten sich beeilen, noch aber stehe kein Name fest. Bei den Buchmachern lagen am Mittwoch weiter George und James vorn. Nach der Geburt von William vor 31 Jahren hatte die Öffentlichkeit eine Woche lang auf die Verkündung eines Namens gewartet, bei Prinz Charles 1948 war es sogar ein Monat. (dpa/dtj)