ARCHIV Der deutsche Menschenrechtler und Fotograf Peter Steudtner in einer undatierten Aufnahme. Foto: Privat/TurkeyRelease Germany/dpa

Dem in der Türkei inhaftierten Menschenrechtler Peter Steudtner geht es nach Angaben der Berliner Pfarrerin Almut Bellmann den Umständen entsprechend gut. «Er macht Sport so gut es geht, läuft viel. Er ist sogar in seinem kleinen Gefängnishof den Berlin-Marathon mitgelaufen», sagte die Pfarrerin der Gethsemanekirche in Prenzlauer Berg dem «Tagesspiegel» (Donnerstag). «Er hat aber nicht die ganze Strecke geschafft – zu viele Ecken und Kurven.» Sie stehe nicht in direktem Kontakt zu Steudtner. Er schreibe aber offene Briefe an Freunde und Unterstützer. Der erste sei Anfang September angekommen.

Steudtner versuche, im Gefängnis weiter produktiv zu ein. Er gestalte gerade einen Workshop für den niedersächsischen Bildungsverein «Kurve Wustrow». Ein Mitinsasse bringe ihm Türkisch bei.

Steudtner darf alle zwei Wochen mit Familie telefonieren

Steudtners Familie dürfe alle zwei Wochen zehn Minuten mit ihm telefonieren. «Seine Berichte strahlen eine Energie aus, die beeindruckend ist», sagte Bellmann. In der Gethsemanekirche gibt es jeden Abend eine Andacht für den Menschenrechtler, der seit 5. Juli in der Türkei wegen angeblicher Unterstützung von Terroristen in Haft sitzt.

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dpa/dtj