Die Türkei räumte bei der Turn-EM im eigenen Land ordentlich ab. Foto: MERSİN GENÇLİK VE SPOR İL MÜDÜRLÜĞÜ

Gastgeber Türkei und die Ukraine stellten in Abwesenheit zahlreicher Top-Nationen die erfolgreichsten Turner bei den 42. Europameisterschaften in Mersin.

Am Abschlusstag mit den Gerätefinals sicherten sich der türkische Ringe-Weltmeister Ibrahim Çolak an seinem Spezialgerät und sein Landsmann Ferhat Arıcan am Barren die Titel mit Top-Wertungen. Am Boden war Artem Dolgopyat (Israel) nicht zu schlagen, am Pauschenpferd siegte der Albaner Matvei Petrov. Den EM-Titel am Sprung ließ sich der Ukrainer Igor Radiwilow nicht nehmen. Am Königsgerät Reck setzte sich der Kroate Tin Srbic durch.

Die Ukraine hatte sich am Samstag auch ohne ihren Top-Star Oleg Wernjajew den Mannschaftstitel gesichert. Die Osteuropäer lagen mehr als vier Punkte vor Gastgeber Türkei, Dritter wurde Ungarn. Die meisten Top-Nationen – darunter auch Titelverteidiger und Rekordsieger Russland sowie das deutsche Team – hatten wegen der schwierigen Corona-Lage auf eine Reise ans Mittelmeer verzichtet.

Die Medaillen für die Türkei holten Ferhat Arıcan (Gold und Bronze), Ibrahim Çolak (Gold), Mert Efe Kılıçer (Silber und Bronze) und Bora Tarhan (2x Bronze). Der Shooting Star-Award der EM ging ebenfalls an Çolak. Der 25-Jährige war letztes Jahr zum ersten Mal Weltmeister geworden.

Çolak voll konzentriert bei seiner Paradedisziplin. Foto: https://www.europeangymnastics.com/gallery/

dpa/dtj