Symbolbild: Eine Schülerin hält im Unterricht ein Handy in den Händen. Foto: Jens Kalaene/ZB/dpa

Unter UN-Vermittlung haben sich die Führungen der zerstrittenen griechischen und türkischen Zyprer darauf geeinigt, das neue 5G-Mobilfunknetz gemeinsam auf der gesamten geteilten Insel zu installieren.

Gemäß den Bedingungen der Vereinbarung werden mobile Dienste vom analogen zum digitalen Rundfunk überführt, wodurch die Zuweisung des 700-MHz-Frequenzbands an 5G ermöglicht wird. Dies teilte am Freitag ein Sprecher der ständigen Vertretung der Vereinten Nationen auf Zypern mit.

Wie schwierig auch dieser kleine Annäherungsschritt war, zeigt die Tatsache, das die Verhandlungen zwischen den beiden Seiten laut UN-Vertretung zwei Jahre lang gedauert hätten.

Zypern ist seit einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention im Jahr 1974 geteilt – in einen griechisch-zyprischen Teil im Süden und einen türkisch- zyprischen Teil im Norden. Die Türkei unterhält im Norden ein großes Truppenkontingent von rund 35.000 Soldaten.

Die Türkische Republik Nordzypern (KKTC) wird nur von Ankara anerkannt. Die ganze Insel ist seit 2004 Mitglied der EU. Das Regelwerk und Recht der EU gilt jedoch – solange eine Lösung ausbleibt – nur im Süden. Zahlreiche Bemühungen der Vereinten Nationen, die Teilung zu überwinden, sind bislang gescheitert.

dpa/dtj