Die antike Stätte Ephesus liegt im Westen der Türkei.

Nach 22 Jahren an Anstrengungen sieht es danach aus, als würde die westtürkische antike Stadt Ephesus in diesem Jahr in die Liste der Stätten des Welterbes der UNESCO aufgenommen werden.

Jährlich besuchen nicht weniger als zwei Millionen Touristen aus nah und fern die Ausgrabungsstätte von Ephesus. Obwohl der Ort schon lange zusammen mit 37 weiteren Stätten in der Türkei auf der Perspektivliste für das UNESCO-Welterbe steht, ist es bislang noch zu keiner offiziellen Anerkennung gekommen.

Der Bürgermeister von Selçuk, Zeynel Bakıcı, äußerte, sein Bezirk wäre durch Geschichte, die Kultur, die Natur und die vielen archäologischen Stätten gesegnet. Es wäre aber ein „großes Defizit“, dass die antike Stadt bislang noch nicht auf die UNESCO-Liste gesetzt worden wäre. Nun aber gehe sein Team davon aus, dass „dieses Problem noch in diesem Jahr bereinigt“ werden würde.

Der erste Antrag an die UNESCO wurde 1994 eingereicht, aber 2000 zurückgewiesen. Danach wurde kein weiteres Ergebnis erzielt.

Ephesus rechnet mit einer positiven Entscheidung im Juni

„Es ist ein großes Defizit, dass Ephesus nicht auf der Liste ist“, stellt Bakıcı fest. „Aber wir wissen, wo dieses Defizit herrührt. Deshalb arbeiten wir jetzt zusammen mit dem Ministerium für Kultur und Tourismus, dem Rathaus, dem Museum und dem Ausgrabungsteam sowie mit Akademikern. Mittlerweile sind alle Umgestaltungen vorgenommen, die seitens der UNESCO gefordert worden waren.“

Man habe den Rekonstruktionsplan zum Schutz der Stätte erfüllt und auch der Landmanagementplan sei genehmigt worden. „Wenn nicht irgendetwas wirklich Wichtiges schiefläuft, wird die antike Stätte von Ephesus Teil der permanenten Liste des UNESCO-Welterbes. Damit wird im Juni ein 22 Jahre alter Traum von Ephesus in Erfüllung gehen“, ergänzte Bakıcı.

Selçuk ist die Heimat der 8500 Jahre alten antiken Stadt von Ephesus, aber auch des Tempels der Artemis, der zu den Sieben Weltwundern gehört. Außerdem beherbergt der Bezirk das Haus der Jungfrau Maria, die Kirche des Heiligen Johannes und das authentisch erhaltene, altgriechische Dorf Şirince.