Am Mittwoch sprach Angela Merkel im Europäischen Parlament. An ihrer Seite der französische Präsident François Hollande. Die Kanzlerin warnte in ihrer Rede vor der Versuchung, „in nationalstaatliches Handeln zurückzufallen.“

Wie Spiegel Online berichtet, kritisierte Merkel vor allem die Haltung der Osteuropäer in der Flüchtlingsfrage. „Wenn einer sagt, ich kann nicht so viel, gebt mir ein bisschen Zeit, haben wir in Europa immer eine Regelung gefunden. Wenn aber jemand sagt, das ist nicht mein Europa, wenn da Muslime im Land leben, dann muss ich sagen: Das sind Sachen, die kann man nicht verhandeln.“ Frankreich und Deutschland würden auch mit „fremden Nationalitäten“ wie Algeriern oder Türken zurecht kommen.

In dem Bericht heißt es weiter, dass vor allem die Regierung in der Slowakei keine Muslime haben wolle. Beim Gipfel zeigten sich Mitgliedsländer aus Mittel- und Osteuropa empört darüber, dass sie bei der Verteilung von 120 000 Flüchtlingen in Europa am Vortag überstimmt worden waren. Die Entscheidung fiel gegen die Stimmen von Ungarn, Tschechien, Slowakei und Rumänien. Weiterhin fordert Merkel: „Wir können auch schwer auftreten und für die Würde jedes Menschen eintreten. Wie sollen wir für die Freiheit der Christen in der Welt eintreten, wenn wir sagen, Muslime und eine Moschee kommen bei uns nicht ins Land? Das geht nicht. Eine prinzipielle Haltung wie die, ist – ich muss es so hart sagen – eine Gefahr für Europa.“