SunExpress wurde 1989 als Joint Venture von Lufthansa und Turkish Airlines gegründet und ist eine der bekanntesten Anbieter für Charter- und Urlaubsflüge in die Türkei. Foto: StudioPortoSabbia/ shutterstock.com

Die Fluggesellschaft SunExpress ist bei Türkei-Urlaubern mit ihren günstigen Flügen in die Türkei bekannt. Jetzt stellt die deutsch-türkische Fluggesellschaft den deutschen Teil ein. 

Der deutsche Ableger des Ferienfliegers SunExpress stellt seine Flüge ein. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. SunExpress ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Turkish Airlines und Lufthansa. Das deutsche Tochterunternehmen hatte zuletzt 20 Flugzeuge in der Flotte.

Die türkische Flotte mit rund 49 Flugzeugen ist von den Maßnahmen unbetroffen und hält ihren Flugplan aufrecht.

Grund für die Maßnahmen ist laut Unternehmen die Corona-Krise. Diese habe „…auch die SunExpress hart getroffen“ heißt es in einer Pressemitteilung.  In dem Zeitraum zwischen dem 2. April und dem 31. Mai habe nahezu die gesamte Flotte der Airline am Boden gestanden.

Die Airlines werde sich dem Kerngeschäft widmen und weiter Ferienflüge ab Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Türkei anbieten, die dann von der türkischen Gesellschaft gesteuert werden.

Was bedeutet die SunExpress-Insolvenz für Passagiere?

„Wir glauben an ein starkes Comeback des Türkei-Tourismus und an die starken, gewachsenen Beziehungen zwischen Deutschland, Europa und der Türkei. In den nächsten Wochen werden wir unseren Flugplan bedarfsgerecht weiter ausbauen”, so SunExpress-Geschäftsführer Max Kownatzki weiter.

Einen Großteil der ausfallenden Flüge soll künftig neben der türkischen SunExpress auch die Lufthansa-Tochter Eurowings übernehmen.

Mehr als 90 Prozent der Fluggäste sollen auf Flüge anderer Airlines umgebucht werden. Der Rest soll den Ticketpreis erstattet bekommen.