Türkei findet Erdgasquellen
Screenshot: habertürk

Die Türkei hat erhebliche Mengen Erdgasquellen im Schwarzen Meer gefunden. Das teilte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Freitag mit.

Es sei der größte Fund in der Geschichte der türkischen Republik, so Erdoğan auf einer Pressekonferenz. Zuvor hatten schon einige Medien einen möglichen Erdgasfund ins Spiel gebracht, nachdem der Präsident einige Tage zuvor eine große „Überraschung“ für Freitag angekündigt hatte.

In den sozialen Medien hingegen schossen die Spekulationen, was denn die angekündigte Überraschung sein könnte, in den letzten Tagen ins Kraut. Sie reichten von einer neuen IBAN-Nummer für Spenden an den türkischen Staat über Neuigkeiten zum Vertrag von Lausanne bis zu einem Rücktritt des Präsidenten.

Türkei „in der Lage, auf eigenen Beinen zu stehen“

Die Türkei sei nun in der Lage, unabhängig von anderen Ländern auf den eigenen Beinen zu stehen, betonte der Präsident, der zugleich auch kein gutes Haar an der EU ließ. Diese habe aufgrund ihrer besonderen Schutzhaltung gegenüber Griechenland mit „doppelten Standards“ gearbeitet und den eigenen Werten widersprochen. Der Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland im östlichen Mittelmeer läuft indes weiter (mehr dazu hier).

Das Erdgas soll laut Erdoğan 2023 in der Türkei genutzt werden können. Das türkische Bohrschiff „Fatih“ ist seit Ende Juli in einer Explorationszone etwa 100 Seemeilen nördlich der türkischen Schwarzmeerküste im Einsatz.