Wenn Sie einen Urlaub ans Meer planen und dazu noch etwas Kultur erleben möchten, sollten Sie auf keinen Fall einen Besuch in Mersin versäumen. Hier sind fünf Orte, die man dort unbedingt gesehen haben sollte.

Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Mersin gilt als eine Universitätsstadt. Die Provinz, die bis 2002 noch İçel hieß, liegt an der Mittelmeerküste und ist aus diesem Grund besonders beliebt bei Touristen. Wenn Sie also einen Urlaub ans Meer planen und dazu noch etwas Kultur erleben möchten, sollten Sie auf keinen Fall einen Besuch in Mersin versäumen. Hier sind fünf Orte, die man dort unbedingt gesehen haben sollte.

Taşucu

Besonders für die an der Türkei angrenzenden arabischen Länder ist diese Stadt attraktiv, zumal immer mehr Schiffsfahrten zwischen Taşucu und den arabischen Ländern, wie dem Libanon, organisiert werden. Doch auch aus Europa zieht es immer mehr Leute hierhin. Hier findet man alles, was das Herz eines Touristen begehrt: Sonne, Strand und Meer. Taşucu ist ein guter Urlaubsort für Studenten mit wenig Geld. Schon für 20 Dollar pro Nacht, inklusive Frühstück, bekommt man ein großes Mehrbettzimmer mit Fernseher, Bad, Dusche, Klimaanlage, Balkon und einer wundervollen Aussicht auf das Meer. Am Strand finden Sie viele Cafés, die einen wundervollen Ausblick auf klares blaues Meer bieten. Die Restaurants stehen Tür an Tür und bieten ihnen für sehr wenig Geld eine große Auswahl an kulinarischen Delikatessen. Mit dem Blick auf das Meer, der Küstenmusik und der sanften Luftbrise bekommt man den Eindruck sich in Italien oder Spanien zu befinden. Für Tourismus-Studenten wäre auch ein Auslandssemester in Taşucu sehr sinnvoll, da die Fakultät für Tourismus der Selçuk Üniversitesi für den Ort eine wichtige Rolle spielt. Es ist eine Stadt, die durch ihre Einfachheit sehr viel zu bieten hat und für diejenigen zu empfehlen ist, die einfach entspannen möchten.

Doğu Akdeniz Yat Rallisi, Taşucu'na renk kattı

Mamure Kalesi

Sechs Kilometer östlich von Anamur entfernt, liegt die mittelalterliche Burg Mamure Kalesi. Laut einer Inschrift soll Karamanoğlu Alâeddinoğlu Mehmedoğlu Sultan İbrahim sie im zehnten Monat des islamischen Mondjahres 854 (November/ Dezember 1450greg.) gebaut haben. Die Osmanen übernahmen das Bauwerk, bauten es im 19.Jahrhundert aus und nutzten es bis zum Ende ihres Reiches. Die tolle Lage direkt am Meer bietet einen tollen Ausblick. Die Ruinen sind sehr gut erhalten, man kann durch die Anlage spazieren, entlang der Wehrmauer laufen und auf Türme steigen. Die Mamure Kalesi wurde als militärische Anlage genutzt, von der aus man sowohl zu Land als auch zu Wasser bestens die Kontrolle behielt.

Mamure Kaseli. (Foto: Yasar Y. (tripadvisor))

Tarsus Wasserfall

Der Berdan- oder auch Tarsus-Fluss genannt hat zwei Nebenflüsse: den Kadıncık und den Pamukluk. Insgesamt erreicht er eine Länge von 124 Kilometern.Im nördlichen Teil von Tarsus führt dieser Fluss zu einem Wasserfall, an dem sich viele Einheimische und Touristen zum Piknicken oder zum Angeln treffen. Der Wasserfall befindet sich genau über einen von den Römern angelegten Friedhof, weshalb man einige Grabsteine entdecken kann. Direkt auf der gegenüber liegenden Seite der Wasserfälle befinden sich Restaurants, in denen man köstliche türkische Spezialitäten speisen kann. Besonders das Rauschen des Wassers und der schöne Anblick beeindrucken die Touristen und sind ein Grund, warum man immer wieder dahin fährt. Für viele ist dieser Wasserfall ein unvergleichlicher und einzigartiger Ort. Eine amerikanische Touristen bewertet diesen Ort auf einer Internetseite wie folgt: “Es ist mein Lieblingsort in Tarsus! Der Wasserfall und die Umgebung sind wunderschön. Es war es so schön, im Schatten zu sitzen neben dem kühlen Wasser. Die vielen Restaurants in der Nähe ermöglichen es Spezialitäten zu kosten, die Schönheit zu genießen und zu entspannen.”

tarsus-waterfall

Uzuncaburç (Olba und Diokaisareia)

“Wenn Sie sich in der Nähe von Silifke befinden, lohnt es sich Uzuncaburç zu besuchen. Die tolle Architektur ist einen Besuch wert”, schreibt ein deutscher Tourist nach seinem Ausflug nach Uzuncaburç. Olba und Diokaisareia sind zwei zusammengehörige antike Städte in Silifke in Mersin. Heute wird der Ort Uzuncaburç genannt, was übersetzt “hoher Turm” bedeutet. Olba liegt bei dem Dorf Ura. Hier gibt es ein antikes Theater, ein Nymphäum (halbkreisförmige Gebäude in Säulenarchitektur), ein Aquädukt (Bauwerk zum Transport von Wasser) und zahlreiche Felsgräber zu besichtigen. In Diokaisareia betritt man durch ein Prunktor ein Grabungsgelände. Davon sind noch fünf Säulen erhalten. Laufen Sie weiter, so gelangen Sie zu dem heiligen Zeus-Olbios-Tempel und dem Tempel der Tyche (nach griechischer Mythologie die Göttin des Schicksals). Und damit ist noch nicht alles aufgezählt. Vor allem für Hobby-Fotografen sind diese antiken Reste ein wunderbarer Ort, um großartige Fotos zu schießen.

Genel

Tarsus Ulu Cami (Große Moschee in Tarsus)

Die Tarsus Moschee befindet sich im Zentrum von Tarsus in der Provinz Mersin und ist die größte Moschee der Stadt. Sie liegt 180 Meter entfernt von der St. Peterskirche. 1579 wurde die Moschee zu Zeiten des Osmanischen Reiches auf Befehl von Ibrahim Bey, dem Sohn des Piri Pascha vom Geschlecht der Ramazanogullari, gebaut. Der Eingang in den Hof der Moschee führt durch ein prunkvolles Tor zu einem langen, schmalen Gebetsbereich. Hier befinden sich die Grabmäler des islamischen Propheten Seth (Adams Sohn), des als „Vater der Medizin“ bekannten Lokman Hekim (der in Tarsus wirkte) und des in Tarsus und Umgebung mächtigen Halife Memnun (ein Sohn des Abbasidenherrschers Harun Al Raschid). In der Nähe der Moschee befindet sich der so genannte Vierzig-Löffel-Markt, ein kleiner Handwerkerbasar aus dem 16. Jahrhundert. Der Name leitet sich von den Löffelmotiven an der Außenfassade ab.

Die Große Moschee in Tarsus von Innen. (Foto: tripadvisor,Ayse Hümeyra E. )