11.10.2021, Türkei, Ankara: Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Türkei, spricht nach einer Kabinettssitzung über den Konflikt in Syrien. Erdoğan äußerte sich einen Tag, nachdem zwei türkische Polizisten bei einem Lenkraketenangriff auf ihr gepanzertes Fahrzeug in Aleppo ums Leben gekommen waren. Foto: Uncredited/Turkish Presidency/AP/dpa

Nach Angriffen auf türkische Truppen in Nordsyrien hat Ankara ein schärferes Vorgehen gegen die syrische Kurdenmiliz YPG angekündigt. Man werde „alles tun“, um die Region von „Terroristen zu säubern“, sagte Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am Mittwoch.

Die Türkei ist in der Vergangenheit immer wieder militärisch gegen die YPG in Nordsyrien vorgegangen und kontrolliert dort Grenzgebiete. Zuletzt machte Ankara die Kurdenmiliz für mehrere Angriffe in Nordsyrien verantwortlich, unter anderem für einen Anschlag in der Region Asas, bei dem am Sonntag zwei türkische Polizisten getötet wurden. Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte daraufhin gesagt, das Fass sei damit übergelaufen.

Farhad Schami, Sprecher der von Kurdenmilizen angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) in Syrien, warf der Türkei dagegen vor, „Nachrichten zu erfinden“, um eine Grundlage für zukünftige Aggressionen zu schaffen.

Der Umgang mit der Kurdenmiliz YPG ist auch ein Streitpunkt in den Beziehungen zwischen Ankara und Washington. Für die Türkei ist die YPG ein Ableger der PKK und damit eine Terrororganisation. Die USA dagegen listen zwar die PKK als Terrororganisation, die YPG dagegen ist ein Verbündeter Washingtons im Bürgerkriegsland Syrien.

dpa/dtj