Der neue Star Wars-Film „Das Erwachen der Macht“ feiert Erfolge über Erfolge. Der neue Film, der vor zwei Wochen in den Kinos startete, bricht alle Rekorde, was Besucherzahlen und Einnahmen angeht. In Nordamerika wurde der Film so erfolgreich wie noch kein anderer vor ihm, auch in Deutschland hatten ihn am ersten Wochenende 2,14 Millionen Zuschauer gesehen. Innerhalb von zwölf Tagen knackte er weltweit die Eine-Milliarde-Dollar-Grenze – Rekord.

Auch in der Türkei ist der Film ein Thema, doch beeindrucken kann er längst nicht alle, besonders den Helden des türkischen Kinos schlechthin nicht, den legendären Cüneyt Arkın. Während der Veranstaltung „Stars des türkischen Kinos“ im Rahmen des 101-jährigen Bestehens des türkischen Kinos sagte er angesprochen auf Star Wars: „Star Wars ist ein reaktionärer Film. Da gibt es viel Mystizismus.“ Der Ausdruck ist eine abwertende Bezeichnung für unkritisches, schwärmerisches und religiös überhöhtes Verhalten.

Der Mann, der die Welt rettete

Filiz Akın, eine andere Größe des türkischen Kinos, erklärte dagegen: „In diesen Tagen reden alle über Star Wars. Aber ich stehe hier mit noch einem wichtigeren Mann, mit dem Mann, der die Welt gerettet hat.“ Ein Verweis auf den Science-Fiction-Film „Dünyayı Kurtaran Adam“, den Cüneyt Arkın in der Hauptrolle drehte und der als einer seiner wenigen guten Filme gilt. Mehrmals tauchte er in Ranglisten der „Schlechtesten Filme aller Zeiten“ auf.

Arkın (79), der mit bürgerlichem Namen Fahrettin Cüreklibatur heißt, ist ein gelernter Arzt und Schauspieler, Produzent und Drehbuchautor. Er wirkte in über 130 Filmen mit, der besagte Film „Der Mann, der die Welt rettet“ stammt aus dem Jahr 1982. Mit Filmen wie Battal Gazi, Kılıçarslan oder Kara Murat erreichte er Kultstatus. Kara Murat ist auch in deutscher Fassung erhältlich.

Star Wars wird auch in der Türkei erfolgreich sein, das ist keine Frage. Doch Arkın von seinem Thron stoßen – das werden auch die Außerirdischen nicht schaffen. Dafür ist er einfach zu stark.