Türkische Spezialkräfte versuchen das Schiff zu befreien. Foto: Kıyı Emniyeti Genel Müdürlüğü

Ein aus der Ukraine kommendes Frachtschiff ist im Bosporus auf Grund gelaufen. Die Meerenge zwischen dem Schwarzen und dem Ägäischen Meer wurde daraufhin vorübergehend gesperrt. Inzwischen ist die Sperre wieder aufgehoben.

Am Montagmorgen ist im Bosporus ein Schiff auf Grund gelaufen. Spezialschiffe schafften es nach wenigen Stunden allerdings, den 142 Meter langen Frachter MKK-1 zu befreien, hieß es aus der türkischen Generaldirektion für Küstensicherheit.

Der Vorfall habe sich bei Umuryeri, zwischen zweiter und dritter Brücke über den Bosporus, ereignet. Der Frachter fährt unter der Flagge des Inselstaates Palau und habe 13.000 Tonnen Erbsen geladen. Es ist im Rahmen eines Abkommens zum Export von ukrainischem Getreide unterwegs.

Seit Sommer wird ukrainisches Getreide über das Schwarze Meer und die Meerenge Bosporus exportiert. Ein entsprechendes Abkommen war im Juli unter Vermittlung der Türkei und der UN vereinbart worden und hatte die monatelange Blockade der ukrainischen Getreideausfuhren infolge des russischen Angriffskriegs beendet.

Erst vor wenigen Monaten war es zu einem ähnlichen Zwischenfall im Bosporus gekommen. Er gehört zu den verkehrsintensivsten Wasserstraßen der Welt. Im Jahr 2021 hatten nach Behördenangaben 38.500 Schiffe die Meerenge durchquert.

dpa/dtj