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Cola Turka nicht mehr türkisch

Der türkische Lebenmittelriese Yıldız Holding verkauft seine Getränkesparte, zu der auch Cola Turka gehört, an einen japanischen Investor. Mit dem frischen Kapital könnte der Konzern weiter expandieren.

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Von dtj-online28. September 2015
2 Min. Lesezeit
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Innerhalb kürzester Zeit stieg das Getränk schon fast zum Nationalgetränk in der Türkei auf. Die Rede ist von Cola Turka. Nun wird sie nicht mehr türkisch sein. Produzent Ülker hat beschlossen, die Marke an einen japanischen Hersteller zu veräußern. Lebensmittelriese Yıldız Holding bleibt auf Überholspur Erst im Mai wurde die Tochter Ak Gıda AŞ an einen französischen Investor verkauft. Jetzt sollen auch 90 % der Anteile der Getränkesparten İlk Mevsim Meyve Suları Pazarlama AŞ und Della Gıda San. ve Tic. AŞ mit den Marken Cola Turka, Çamlıca, Saka Su, Sunny, Link, Eskipazar an die japanische DyDo DRINCO verkauft werden. Der Deal soll ein Gesamtvolumen von 335 Millionen TL (ca. 100 Mio. Euro) haben. Mit dem frischen Kapital könnte das Unternehmen seinen Expansionskurs finanzieren. Gerade die Marke Cola Turka ist binnen kürzester Zeit zu einem Erfolg geworden. Nach ihrer Etablierung stieg sie auf dem türkischen Markt nach Coca Cola und Pepsi zur Nr. 3 auf. Grund für den Erfolg war unter anderem die Markenstrategie des Konzerns. Bei den Werbespots wirkte etwa Hollywood-Komiker Chevy Chase mit. Auch ein Anti-Kriegs-Spot im Zusammenhang mit dem Irakkrieg hatte 2003 für internationales Aufsehen gesorgt. Auch das Traditionsgetränk Çamlıca Gazoz ist eine Erfolgsgeschichte. Das erste Getränk wurde 1946 in Kadıköy, einem Stadtteil von Istanbul, produziert. Die Blütezeit hatte die Brause in den Jahren 1950 bis 1970. Als beim großen Erdbeben 1999 große Teile der Produktionsanlagen zerstört wurden, wurde das Unternehmen an seine jetzigen Noch-Eigner verkauft. Drittgrößter Kekshersteller der Welt Erst vergangenes Jahr kaufte Yıldız Holding den Konkurrenten United Biscuits aus dem Vereinigten Königreich auf und wurde so zum drittgrößten Kekshersteller der Welt. Welche Konsequenzen der Deal für die Verbraucher haben wird, ist noch nicht bekannt. Das Erkennungsmerkmal von Cola Turka, die Farben rot und weiß, können jedenfalls schon mal bleiben.

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