Energie ist ein wichtiges Thema und das weltweit. In der EU sollen die Kräfte in diesem Bereich zukünftig gebündelt werden. Der Energiekommissar der Europäischen Union, Maros Sefcovic, sprach deswegen über das Projekt einer „Energieunion“, das im März des Jahres 2015 beim Treffen der EU-Energieminister erörtert wurde.

Sefcovic vergleicht das Projekt jetzt schon mit dem Pionierprojekt der Europäischen Kohle- und Stahlunion, aus der am Ende zunächst die Europäische Gemeinschaft und in weiterer Folge die Europäische Union entstand. „Dies ist ohne Zweifel das ehrgeizigste Energieprojekt seit der Europäischen Kohle- und Stahlgemeinschaft“, wird Sefcovic in der Deutschen Welle zitiert. „Es hat das Potenzial, Europas Integration so voranzutreiben, wie das die Montanunion in den 1950er Jahren getan hat. Es führt den Bürger das große Potenzial des Binnenmarktes vor Augen.“

Ein Aspekt ist dabei beispielsweise die vor allem von Deutschland betriebene „Energiewende“, die 2011 nach der Atom-Katastrophe von Fukushima vorangetrieben wurde. Zudem will man durch alternative Energien die CO2-Ausstoß senken und damit auch seinen Beitrag für die Umwelt leisten. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel will den Ausstoß so genannter „Treibhausgase“ bis 2030 im Vergleich zu 1990 verbindlich um mindestens 40 Prozent sinken. Mittlerweile stammt ein Viertel des deutschen Stroms aus Wind, Sonne oder Biomasse. In den nächsten 15 Jahren soll der Anteil sogar auf 50 Prozent steigen.

Rund um den Ausbau der erneuerbaren Energien und den effizienten Umgang mit Energie sind neue Weltmärkte entstanden. Deutsche Unternehmen spielen hier eine herausragende Rolle – und schaffen so zahlreiche Arbeitsplätze. Die Energiewende verbindet wirtschaftlichen mit sozialem und ökologischem Erfolg“, lässt das Bundeswirtschaftsministerium mitteilen. Die Bundesregierung will 20 Offshore-Windparks fördern. 17 der Windparks sind für die Nordsee geplant und drei für die Ostsee. Ihr Ziel ist es bis Ende 2019 ans Netz zu gehen.