Der päpstliche Rat für interreligiösen Dialog und das türkische Religionsamt wollen enger zusammenarbeiten. Am Donnerstag sprachen Vertreter beider Seiten im Vatikan über Möglichkeiten der Kooperation, wie der Rat mitteilte. „Das wichtige Treffen bietet Gelegenheit, die gegenseitige Kenntnis zu vertiefen und die jüngsten Perspektiven für einen Dialog auszuwerten”, hieß es.

Im Mai 2013 waren der Sekretär des Rates, Miguel Angel Ayuso Guixot, und der zuständige Islambeauftragte der Vatikanbehörde, Khaled Akasheh, zu einem ersten Besuch in die Türkei gereist und hatten mit dem Präsidenten des Amts für religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Mehmet Görmez, Rahmenbedingungen für einen Dialog vereinbart.

Diyanet İşleri Başkanlığı (deutsch Präsidium für Religionsangelegenheiten), abgekürzt mit Diyanet, ist eine staatliche Einrichtung zur Verwaltung religiöser Angelegenheiten in der Türkei. Gleichzeitig stellt die Diyanet die höchste islamische Autorität des Landes dar.

In der Türkei sind nach offiziellen Angaben 99 Prozent der Bevölkerung muslimischen  Glaubens. Von den 100.000 Christen in der Türkei gehören laut Vatikan 37.000 der katholischen Kirche an. (KNA/dtj)