Flüchtlinge versuchen die Grenzen in Mazedonien zu überqueren.
Flüchtlinge versuchen die Grenzen in Mazedonien zu überqueren.

Die Rückführungen von Flüchtlingen und Migranten von Griechenland in die Türkei im Rahmen des EU-Türkei-Flüchtlingspakts gehen nur langsam voran. Griechenland und die Europäische Grenzschutzagentur Frontex haben seit Inkrafttreten des Pakts im April 2016 bisher 1304 Menschen von den Inseln der Ostägäis in die Türkei abgeschoben. Das gab die griechische Polizei am Donnerstag in Athen bekannt.

Am Vortag waren 15 Migranten, deren Asylanträge abgelehnt worden waren, per Schiff von der Insel Lesbos zum türkischen Hafen von Dikili gebracht worden. In ihrer Mehrheit stammten sie aus Pakistan und aus afrikanischen Staaten, teilte die Polizei weiter mit. Die Überprüfung der Asylanträge dauert wegen Personalmangels und anderer bürokratischer Probleme mehrere Monate. Auf den Ostägäis-Inseln harren zurzeit 15 000 Migranten und Flüchtlinge aus.  

Das EU-Türkei-Abkommen sieht vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen und kein Asyl erhalten, zurückschicken kann. Weitere 1462 Migranten wurden bei einem freiwilligen Rückführungsprogramm in Kooperation mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) direkt aus Griechenland in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt, teilte die Polizei in Athen weiter mit. 

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