Es ist die 16. Meisterschaft für Beşiktaş. Quelle: pixabay

Der Meisterschaftskampf in der Süper Lig ist entschieden. Beşiktaş Istanbul gewann am letzten Spieltag bei Göztepe und verteidigte somit den 1. Platz vor seinen Stadtrivalen Galatasaray und Fenerbahçe.

Für die „Schwarzen Adler“, die zuletzt in der Liga strauchelten und sie spannend machten, ist es der 16. Meistertitel und der erste seit 2017. Eine besondere Geschichte schrieb heute Sergen Yalçın. Er ist nun der erste Coach, der mit Beşiktaş sowohl als Spieler als auch als Trainer Meister geworden ist.

Galatasaray darf nur kurz hoffen

Der kroatische Verteidiger Domagoj Vida brachte seine Farben an der ägäischen Küste früh in Führung (10.). Nur knapp eine Viertelstunde später erzielte der Gastgeber durch Alpaslan Öztürk aber den Ausgleich. Unentschieden ging es dann auch in die Kabinen. In der zweiten Halbzeit drückte der überlegene Tabellenführer aufs Tempo, ohne ins letzte Risiko zu gehen. Den Siegtreffer brachte dann ein Foulelfmeter, den Starspieler Rachid Ghezzal sicher verwandelte (69.).

Galatasaray Istanbul, das vor dem Spieltag punktgleich, aber mit der leicht schlechteren Tordifferenz auf Platz 2 war, empfing zur selben Zeit das mit zahlreichen Ex-Gala-Spielern bestückte Yeni Malatyaspor. Und es sah zwischenzeitlich wirklich so aus, als ob die ehemaligen Kollegen dem Meisterschaftsanwärter einen Strich durch die (Titel-)Rechnung machen könnten. Zur Pause lagen die Gäste nämlich nach dem Tor von Adem Büyük (39.) in Front. Doch nach dem Seitenwechsel waren die „Löwen“ wie ausgewechselt. Dank der Tore von Dervişoğlu (53.), Babel (60.) und Çağlayan (90.+3) drehten sie das Spiel. Nach dem Tor von Babel war das Team von Fatih Terim zwischenzeitlich sogar Tabellenführer, doch am Ende war der Dreier wertlos.

Der Dritte im Bunde, der sich Hoffnungen auf den Titel machen durfte, gewann zwar ebenfalls sein Spiel, ging aber am Ende wie Galatasaray leer aus. Der 2:1-Sieg bei Kayserispor reichte Fenerbahçe nicht, da die Konkurrenz nicht patzte. Ohne den verletzten Mesut Özil lagen die „Kanarienvögel“ lange Zeit zurück, drehten aber durch Tore von Valencia und Serdar Aziz in der Nachspielzeit die Partie. Ohnehin hatte Fener mit zwei Punkten Rückstand nur Außenseiterchancen auf den Titel.

Wer spielt in welchem internationalen Wettbewerb?

Nach dem Titelkampf richten sich die Blicke auf die Frage, wer die Türkei nächstes Jahr international in welchem Wettbewerb vertritt. Beşiktaş und Galatasaray treten in der Champions-League-Qualifikation an, wobei das letzte Wort bei Beşiktaş noch nicht gesprochen ist. Unter Umständen könnte der türkische Meister auch einen direkten Startplatz in der Königklasse erhalten (lesen Sie die Details hier).

Fenerbahçe hat sich zusammen mit dem Tabellenvierten Trabzonspor für die neue Europa Conference League qualifiziert. Doch auch hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Je nachdem, ob Beşiktaş oder Antalyaspor den türkischen Pokal gewinnen, könnte Fener auch in der Europa League starten. Das Pokalfinale findet am kommenden Dienstag statt.

Abgestiegen aus der Süper Lig, die diese Saison Corona-bedingt mit 21 Teams gespielt wurde, sind Erzurumspor, Ankaragücü, Gençlerbirliği und Denizlispor. Der letztjährige Überraschungsmeister Istanbul Başakşehir wurde Zwölfter. Den Aufstieg geschafft haben bereits vergangene Woche Adana Demirspor und Giresunspor. Der dritte Aufsteiger wird bis Ende Mai in einer Playoff-Runde ermittelt, an der Altay Izmir, Altınordu Izmir, Istanbulspor und Samsunspor teilnehmen.