Samuel Etoo erzielt im Champions-League-Achtelfinal-Rückspiel gegen Galatasaray das 1:0 für den FC Chelsea. Gala-Keeper Muslera liegt geschlagen am Boden.

Es sieht so aus, als ob sich bei Galatasaray zur kommenden Saison sehr viel ändern wird.

Der Klub ist sportlich wie finanziell fast am Ende. Das UEFA-Urteil wegen Verstoßes gegen die Financial Fairplay-Bestimmungen vor wenigen Tagen trug nicht unbedingt zu einer Besserung bei.

Die Zukunft von Stars wie Wesley Sneijder und Lukas Podolski ist ungewiss, eine Trennung scheint wahrscheinlich. Und auch ein Hamit Altıntop, einer der wenigen namhaften türkischen Spieler im Kader, wird wohl nie wieder für Cimbom auflaufen. Seine Sprunggelenksfraktur setzt ihn bis Saisonende außer Gefecht, dann läuft auch sein Vertrag aus.

Wer neuer Trainer wird, steht ebenfalls noch in den Sternen. Derzeit coacht Nachwuchstrainer Orhan Atik das Team, aber allen Beteiligten ist klar, dass er keine Dauerlösung sein wird. „Ich bleibe so lange, bis man mir sagt, dass ich gehen soll“, sagt er selbst.

In diesen schwierigen Tagen macht eine Nachricht aber Hoffnung auf Besserung. Eine Legende soll vor der Rückkehr zum hoch verschuldeten Traditionsklub stehen.

Taffarel geht wohl nach Brasilien

Es handelt sich um den Kolumbianer Faryd Mondragon, der als Nachfolger von Torwarttrainer Claudio Taffarel im Gespräch ist. Taffarels Vertrag läuft aus, dem Vernehmen nach hat er ein Angebot des Vereins zur Verlängerung ausgeschlagen. Der frühere brasilianische Nationalkeeper wird aller Voraussicht nach Vollzeit-Torwarttrainer der Seleçao.

Ein Argument für Mondragon wäre, dass er dieselbe Sprache spricht wie Galatasaray-Keeper Fernando Muslera (Foto) – nämlich Spanisch. Voraussetzung wäre natürlich, dass auch Muslera weiterhin am Bosporus bleibt. Zuletzt gab es wieder Gerüchte um einen Wechsel in die Premier League.

Mondragon genießt bei den Galatasaray-Fans Kultstatus. Er hütete das Tor der Gelb-Roten zwischen 2001 und 2007 und holte in dieser Zeit drei Meisterschaften.